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ALTENBERG. Sinkende Grundwasserspiegel und längere Trockenperioden rücken einen bewussteren Wasserverbrauch in den Fokus. Auch beim Duschen gibt es Einsparmöglichkeiten. Tipps dazu kommen vom Altenberger Unternehmen Rabmer Gruppe.

 (Foto: Symbolbild: Milena-stock.adobe.com)
(Foto: Symbolbild: Milena-stock.adobe.com)

Extreme Hitze, sinkende Grundwasserspiegel und ausbleibende Niederschläge prägen mittlerweile weite Teile Europas. Auch Österreich erlebt immer häufiger längere Trockenperioden, die Gewässer, Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung zunehmend unter Druck setzen. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen: Wasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Ressource, mit der künftig noch bewusster umgegangen werden muss. Intelligente Technologien können dabei helfen, Wasser zu sparen, ohne auf Komfort zu verzichten.

Dabei wird häufig über große Verbraucher wie Landwirtschaft oder Industrie gesprochen. Ein erheblicher Teil des Wasser- und Energieverbrauchs entsteht jedoch auch täglich in Gebäuden. Zusätzlich zählt die Erwärmung von Warmwasser zu den größten Energieverbrauchern in privaten Haushalten, Hotels, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen.

Nachhaltiger Umgang

Moderne Technologien ermöglichen es, den Verbrauch deutlich zu reduzieren, ohne Gewohnheiten grundlegend verändern zu müssen. Gerade dort, wo täglich Tausende Liter Warmwasser verbraucht werden, lassen sich mit technischen Maßnahmen erhebliche Einsparungen erzielen.

Die Altenbergerin Ulrike Rabmer-Koller, Geschäftsführerin der  Rabmer Gruppe und Initiatorin von „Energie & Wasser sparen. Jetzt!“, betont, dass nicht allein kürzeres Duschen im Mittelpunkt der Diskussion stehen sollte. Entscheidend sei vielmehr, dass Millionen Menschen bei jedem Duschvorgang automatisch weniger Wasser und Energie verbrauchen können, ohne ihre Gewohnheiten ändern oder auf Komfort verzichten zu müssen. Nachhaltigkeit sei besonders erfolgreich, wenn sie sich einfach in den Alltag integrieren lasse.

Der größte Wasserverbrauch steckt im Warmwasser

Ein durchschnittlicher Österreicher verbraucht rund 130 Liter Wasser pro Tag. Ein wesentlicher Teil davon, rund 49 Prozent, entfällt auf Warmwasser – vor allem beim Duschen, Händewaschen und in der Küche, hält die Rabmer Gruppe in ihrer aktuellen Presseaussendung fest.

Jeder Liter Warmwasser muss zuvor erwärmt werden. Wer Warmwasser spart, reduziert daher gleichzeitig den Wasserverbrauch, den Energiebedarf und die CO₂-Emissionen. Gerade deshalb gilt der Warmwasserbereich als wichtiger Ansatzpunkt für mehr Nachhaltigkeit.

Viele denken beim Wassersparen zunächst an kürzeres Duschen oder andere Einschränkungen im Alltag. Moderne Technologien zeigen jedoch, dass auch Einsparungen ohne wesentliche Komforteinbußen möglich sind.

Ein Beispiel dafür ist der Ecowaterjet by Rabmer. Die in Österreich produzierte Wasserspartechnologie soll den Wasserverbrauch beim Duschen um bis zu 50 Prozent reduzieren, ohne den Duschkomfort wesentlich zu beeinträchtigen. Der Ecowaterjet wird zwischen Armatur und Duschschlauch beziehungsweise bei Regenduschen direkt vor der Oberkopfdusche montiert und kann nachgerüstet werden. Der bestehende Duschkopf bleibt dabei erhalten. Nach Angaben des Unternehmens sorgt die eingesetzte Technologie dafür, dass trotz des geringeren Wasserverbrauchs ein kräftiger Wasserstrahl erhalten bleibt. Wasser und Energie sollen dadurch bei jeder Dusche automatisch eingespart werden. 

Wenn derselbe Komfort mit weniger Wasser erreicht werden könne, profitierten Umwelt, Klima und auch die Haushaltskosten.

Kleine Veränderung mit großer Wirkung

Wie groß das Potenzial sein kann, zeigt ein Rechenbeispiel der Initiative „Energie & Wasser sparen. Jetzt!“. Sie verfolgt das Ziel, den Warmwasserverbrauch bei einer Million Duschen nachhaltig zu reduzieren.

Bei einer Verringerung des Verbrauchs von zwölf Litern pro Minute auf sieben Liter pro Minute ergibt sich laut Initiative ein jährliches Einsparpotenzial von bis zu:

  • 22 Milliarden Liter beziehungsweise 22 Millionen Kubikmeter Wasser
  • 3,2 Millionen Gigajoule Energie
  • 290.000 Tonnen CO₂

Zur Veranschaulichung nennt die Initiative weitere Vergleichswerte: 22 Millionen Kubikmeter Wasser entsprechen demnach rund 8.800 olympischen Schwimmbecken. Damit könnte laut Berechnung der durchschnittliche Jahreswasserbedarf von rund 170.000 Menschen in Österreich gedeckt werden. 290.000 Tonnen CO₂ entsprechen nach Angaben der Initiative ungefähr den jährlichen Emissionen von mehr als 180.000 Personenkraftwagen.

Die Herausforderungen durch den Klimawandel dürften in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Umso wichtiger ist es, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen, um den Wasserverbrauch nachhaltig zu reduzieren. Jede eingesparte Kilowattstunde bei der Warmwasserbereitung und jeder eingesparte Liter Trinkwasser können einen Beitrag zum Schutz von Ressourcen leisten. Innovative Technologien können dabei helfen, Nachhaltigkeit wirtschaftlich und alltagstauglich umzusetzen.

Rabmer-Koller verweist darauf, dass neben großen Infrastrukturprojekten auch kleine technische Maßnahmen in zahlreichen Haushalten Wirkung entfalten könnten. Darin liege aus ihrer Sicht ein großes Potenzial für einen effizienten Klima- und Ressourcenschutz.

Über die Rabmer Gruppe: Die Rabmer Gruppe mit Sitz in Altenberg bei Linz ist ein  Familienunternehmen mit mehr als 60 Jahren Unternehmensgeschichte. Neben Bau- und Immobilienprojekten entwickelt und realisiert das Unternehmen Umwelttechnologien in den Bereichen Wasser, Abwasser und Energieeffizienz. 


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