Spatenstich für neues Pollmann-Werk in Vitis - 60 neue Mitarbeiter gesucht
VITIS. Der Internationale Automobilzulieferer Pollmann International setzt seinen Wachstumskurs mit einem neuen Werk in Vitis fort. Für das neue Produktionswerk in der Marktgemeinde erfolgte am Dienstag, 29 Mai der Spatenstich. Insgesamt inverstiert der Weltmarktführer bei Schiebedach-Kinematiken und elektromechanischen Türschlössern 17 Millionen Euro, bis 2019 entstehen 60 neue Arbeitsplätze für die bereits Mitarbeiter gesucht werden.

„Der international deutliche Wachstumskurs des Unternehmens findet natürlich auch in Österreich seinen Niederschlag. Hier kommen wir her, hier ist auch unsere Basis für die Zukunft“, meint Eigentümer Markus Pollmann anlässlich der Feierlichkeiten zum Spatenstich für das neue Werk und unterstreicht den Bezug zur Region. „Das Tolle am Waldviertel sind die Menschen hier. Loyale Mitarbeiter mit Top-Ausbildung und Hausverstand. So kann man Spitzenleistungen erbringen, wie sie Automotive-Kunden lieben.“
2019 werden alleine für das Werk II in Vitis 60 neue Mitarbeiter gesucht.
Standort mit Zukunft
Im 130sten Jahr des Bestehens setzt Pollmann einen nächsten, kräftigen Expansionsschritt und plant die zukünftige Produktivität vom Reißbrett weg auf die grüne Wiese. „Hier entsteht ein Werk, das technologisch gleich zwei Schritte in die Zukunft macht“ schwärmt Pollmann International Geschäftsführer Herbert Auer: „Mit Pollmann Austria 2.0 gehen wir schnurstracks in Richtung Industrie 4.0. Unser Anspruch ist das beste Setup am neuesten Stand der Technik und eine maximal effiziente innere Logistik. Das vollautomatisierte Hochregal wird als Rückgrat dieses Produktions-Standorts auch baulich klar zu erkennen sein.“
Erweiterungspotential vorhanden
„Werk II wurde nötig, weil die Erweiterungs-Möglichkeiten am Stammhaus Karlstein ausgeschöpft sind. Und wir haben hier gleich vorgesorgt“, sagt Winfried Rossmann, Geschäftsführer von Pollmann Austria. „Wenn sich unsere Märkte weiterhin so gut entwickeln, können wir uns auf dem 65.000m2 großen Grundstück jederzeit modulartig erweitern, ohne unsere Produktivität auch nur einen Tag lang zu beeinträchtigen.“
Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav: „Die Firma Pollmann ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Impulsgeber im Waldviertel und bestätigt diese Rolle einmal mehr mit diesem engagierten Projekt. Hier zeigt sich welche Möglichkeiten sich durch den Einsatz modernster Technologie eröffnen. Ab sofort steht das gesamte niederösterreichische Digitalisierungs-Know-how im Rahmen des Projekts „Haus der Digitalisierung“ allen heimischen Betrieben zur Verfügung. Das Ausbauprojekt in Vitis zeigt als Best-Practice, wie“s geht. Ich wünsche der Firma Pollmann für den Bau der neuen Produktionsstätte alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Die Eigentümer-Familie zeigt einmal mehr Verantwortung gegenüber der Region und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“
Kapazitäten bereits verplant
„Wenn wir bauen, dann gibt es dafür immer schon neue Kunden, eine neue Produktreihe, einen neuen Großauftrag“, beschreibt Markus Pollmann die solide Wachstumsstrategie des Unternehmens. Das gilt auch für Werk II. Schon vor Baubeginn ist mehr als die Hälfte der Kapazitäten mit Aufträgen zur Herstellung von Gehäusen und Deckel für Türschließsysteme für die Großkunden Magna, Kiekert und Brose verplant. Im Vollausbau wird Werk II sieben Tage die Woche im Dreischichtbetrieb laufen.
Das neue Werk
Auf einem nur 25 Kilometer vom Stammhaus in Karlstein entfernten Areal in der aufstrebenden Marktgemeinde Vitis entsteht ein neues Produktionswerk. Pollmann hat das 65.000m2 große Grundstück mit längerfristiger Perspektive erworben, denn die Produktionshalle mit 3.500m2 und das vollautomatisches Hochregallager für 5.500 Paletten-Stellplätze stellen nur den ersten Schritt einer Reihe von möglichen Ausbaustufen in den nächsten Jahren dar.
Mit den Erdarbeiten wird in den nächsten Wochen begonnen. Baufertigstellung ist im Frühjahr 2019. Dann können die Maschinen aufgebaut und der Testbetrieb gestartet werden. Die erste großvolumige Serienproduktion ist schon ab Sommer 2019 geplant. Die Bauprojektleitung liegt in den Händen von Pollmann bei Christian Zwettler. Mit Gebäudeplanung und Baumanagement wurde das Linzer Bauunternehmen Peneder Bau-Elemente GmbH beauftragt.
Das Headquarters wird auch weiterhin das Zentrum für die technologischen Entwicklungen sein. Die Produktion in Karlstein wird sich zukünftig auf kleineren Bauteile fokussieren, während Vitis auf die Herstellung von größeren Baugruppen ausgerichtet sein wird.


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