Niederländer übersah Richtungsänderung, verstieg sich und musste vom Schoberstein geflogen werden
STEINBACH AM ATTERSEE. Weil er bei seiner Wanderung auf den Großen Schoberstein eine Richtungsänderung übersah, landete ein Urlauber (31) aus den Niederlanden am Sonntag in weglosen, felsdurchsetztem Gelände und traute sich weder vor noch zurück. Er wurde mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen.

Der Mann wanderte vom Parkplatz in Weißenbach am Attersee entlang des Wanderwegs Nr. 820 in Richtung des Großen Schobersteins. Auf ca. 900 Metern Seehöhe quert der Weg markant unterhalb des Gipfelaufbaus in Richtung Osten. Der Urlauber war jedoch abgelenkt und bemerkte diese Richtungsänderung nicht. Er versuchte durch wegloses, felsdurchsetztes Gelände direkt in Richtung Gipfelkreuz zu gehen. Etwa 50 Höhenmeter höher stellte er jedoch fest, dass das Gelände immer anspruchsvoller und ausgesetzter wird. Er versuchte noch umzudrehen, verlor in dem Gelände aber immer wieder den Halt und traute sich schlussendlich weder vor noch zurück.
Er setzte selbstständig einen Notruf ab und ersuchte die Einsatzkräfte um Rettung aus seiner misslichen Lage. Der Bergrettungsdienst Steinbach am Attersee entschloss sich gemeinsam mit einem Alpinpolizisten, den Polizeihubschrauber zur Rettung des Unverletzten hinzuzuziehen. Die Crew der Flugpolizei Linz konnte den Verstiegenen gegen 15:15 Uhr unterhalb des Gipfels des Kleinen Schoberstein erkennen und ihn kurze Zeit später mit dem variablen Tau aus seiner Notlage retten. Er wurde unverletzt im Tal abgesetzt.


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