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In Timelkam klickten für einen 39-jährigen Drogenhändler die Handschellen

Online Redaktion, 09.08.2024 19:33

TIMELKAM/ LINZ. Nach intensiven Nachforschungen des koordinierten Kriminaldienstes Vöcklabruck wurde ein umfassendes Suchtmittelnetzwerk enttarnt, das den Bezirk Vöcklabruck und darüber hinaus in seinen Bann gezogen hatte. In Timelkam klickten dann die Handschellen. 

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Ein 39-jähriger rumänischer Staatsbürger steht im Zentrum der Ermittlungen. Er soll seit Anfang 2020 einen florierenden Drogenhandel etabliert zu haben. Die Ermittler konnten dem Mann den Handel mit Suchtmitteln in einer Menge nachweisen, die das 25-fache der gesetzlichen Grenzmenge übersteigt. Im Fokus stand dabei der Raum Vöcklabruck, wo der Verdächtige eine breite Kundschaft mit verschiedenen Drogen versorgte. Beschlagnahmt wurden unter anderem über 8.500 Gramm Cannabis, mehr als 234 Gramm Amphetamin, 20 Gramm Cannabisharz und 17 Gramm Kokain.

Sogar Sohn zum Drogenimport missbraucht

Die Ermittlungen ergaben, dass der Hauptverdächtige und seine 26-jährige Ehefrau, ebenfalls rumänischer Nationalität, sowie ein 31-jähriger Landsmann, die Drogen hauptsächlich aus Tschechien bezogen. Um die illegalen Aktivitäten zu tarnen, wurden sogar ihr vierjähriger Sohn für die Drogentransporte missbraucht. Es wird vermutet, dass auf diese Weise mindestens vier Transporte mit insgesamt rund zwölf Kilogramm Marihuana nach Österreich geschmuggelt wurden.

Festnahme in Timelkam

Die Polizei konnte auch die Lieferanten aus Tschechien sowie einen 30-jährigen Ungarn aus Linz identifizieren, die dem 39-Jährigen die Drogen verkauften. Bei einer Drogenübergabe am 2. März 2024 in Timelkam wurden der 30-Jährige und der Hauptverdächtige auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Auch die Lebensgefährtin des 30-Jährigen wurde dabei festgesetzt.

Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten neben den Drogen auch größere Bargeldsummen. Zudem stellte sich heraus, dass der 39-Jährige zwei Cannabis-Indoorplantagen betrieben hatte, mit denen er etwa 2,4 Kilogramm Cannabis produzierte.

Kiloweise Cannabis

Insgesamt wurden sechs Personen im Zuge der Ermittlungen festgenommen, darunter ein ungarischer Großabnehmer, der angab, 6,4 Kilogramm Cannabis vom Hauptverdächtigen erworben zu haben. Vier der Festgenommenen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die tschechischen Behörden haben die Ermittlungen gegen den dortigen Drogenlieferanten übernommen.

Sozialleistungen ergaunert

Neben dem Drogenhandel wird dem 39-Jährigen schwerer Betrug vorgeworfen, da er unrechtmäßig Sozialleistungen in beträchtlicher Höhe bezogen haben soll. Die Ermittlungen dauern an und die Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, das gesamte Ausmaß des Suchtmittelhandels zu erfassen.


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