Gefangen im Sturm: Junge Wanderer überleben Stunden des Schreckens
STEINBACH/ATTERSEE. Am Mittwochabend zog erneut eine schwere Gewitterfront über den Attersee und brachte gefährliche Situationen mit sich. Wassersportler mussten aus dem See gerettet werden. Besonders schlimm traf es ein junges Paar, das am Kleinen Däumling in Steinbach über eine Stunde in der Gefahrenzone ausharren musste.

Nach dem Unwetter am Dienstag, zog am Mittwochabend erneut ein heftiges Gewitter über den Attersee hinweg, begleitet von kräftigen Böen, Regen und Blitzen. Ab 19 Uhr ging es los, und die Wasserrettung war im Einsatz, um Sportler aus dem Wasser zu bergen, Boote an Land zu bringen.
In der Ortschaft Attersee füllten sich einige Elektroboote durch die hohen Wellen mit Wasser und liefen auf Grund.
Dramatischer Rettungseinsatz
Die schwierigste Rettungsaktion fand jedoch am Kleinen Däumling statt. Ein junges Paar 30 und 31 Jahre) aus Graz, das auf dem beliebten Wanderweg im Höllengebirge unterwegs war, wurde vom Sturm überrascht und konnte nicht weiter. Sie mussten dem heftigen Wetter hilflos ausgesetzt ausharren - und das mitten im Berg.
Die Rettungsaktion gestaltete sich äußerst schwierig. Weder die Bergrettung noch ein Rettungshubschrauber konnten zunächst eingreifen, da die Bedingungen zu gefährlich waren.
Ein äußerst kurzes Zeitfenster nach der Gewitterfront und vor Einbrechen völliger Dunkelheit nützte die Crew des Notarzthubschraubers „Christophorus 14“, um mit einer fliegerischen Meisterleistung die Kletterer aus der Wand zu retten.
Diese konnten mit einem 30 Meter langen Tau aufgenommen und zum Landeplatz nach Steinbach am Attersee geflogen werden. Bis auf eine leichte Unterkühlung blieben beide Kletterer unverletzt.


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