Traumatisierter Hund bei eisigen Temperaturen durch Tierretter gesichert
SCHLATT. In Schlatt (Bezirk Vöcklabruck) konnte ein Hund, der mehrere Tage lang bei eisigen Temperaturen herumirrte, von Tierrettern eingefangen werden.
Am 3. Jänner 2026 wurde die Tierengel Austria Tierrettung zu einem Einsatz in Schlatt, Ortsteil Breitenschützing, gerufen. Grund war ein zurückgelassener Hund, der panisch durch die umliegenden Ortschaften lief. Immer wieder kehrte das Tier zum ersten Sichtungspunkt - unmittelbar im Bereich des Tunnels Breitenschützing an der Westbahnstrecke - zurück. Ab Sonntag sanken die Temperaturen auf minus 15 Grad, eine lebensbedrohliche Situation für das geschwächte Tier. Nach 147 Stunden bei eisiger Kälte ist es der Tierrettung in der Nacht auf 9. Jänner gelungen, den ausgesetzten, traumatisierten Hund in Breitenschützing zu sichern. „Mit einer Hundefalle, die stündlich mit frischen Ködern bestückt wurde und die tagelangen Anlockversuche zeigten heute Nacht Erfolg“, so die Tierretter.
Das Suchgebiet erstreckte sich über Äcker, Wälder und kleine Dörfer. Die Suchmannschaften verbrachten zur Überwachung der Falle nächtelang im Auto. Der ausgehungerte und verletzte Hund wurde noch Vorort begutachtet und zur Überstellung ins Tierheim vorbereitet. Der Chip wurde ausgelesen und ergab einen gelöschten Datensatz, somit konnte kein Besitzer ausfindig gemacht werden.