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VÖCKLABRUCK. Am Donnerstag, 20. April, um 19 Uhr findet eine Finissage zur Ausstellung „Bittere Orangen“ in der Arbeiterkammer Vöcklabruck statt, bei der Gilles Reckinger die Gäste durchführen wird.

 (Foto: Gilles Reckinger)
(Foto: Gilles Reckinger)

Die Ausstellung ist das Ergebnis der Forschungsarbeit des Ethnologen und Soziologen Gilles Reckinger. Sie macht nicht nur sklavenähnliche Arbeitszustände in Europa sichtbar, sondern fordert zur Auseinandersetzung mit europäischer Migrationspolitik, Preisdruck in der Lebensmittelproduktion und extremer Prekarisierung an den unteren Rändern der Arbeitsgesellschaft auf.

Viele der Bootsflüchtlinge, die über Lampedusa nach Europa kommen, landen als Saisonarbeiter auf den Orangenplantagen in Kalabrien. Die Ausstellung thematisiert die ausbeuterischen und prekären Arbeitsbedingungen, die in der Folge zu menschenunwürdigen und schockierenden Lebensbedingungen führen. Die Orangenernte ist ein Saisongeschäft. Wer nicht genug verdient, um weiterzuziehen, muss bleiben, die Zeit mittellos überdauern und hoffen, in der nächsten Saison den gleichen miesen Job wieder machen zu dürfen.

Gilles Reckinger ist Europäischer Ethnologe und Soziologe. Derzeit arbeitet er als Rektor des Institut supérieur de l'économie (Luxembourg) und Privatdozent an der Universität Graz, zuvor war er Professor an der Universität Innsbruck.

Anmeldung unter voecklabruck@oegb.at oder 07672/23444 (vm).


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