Bruckner Orchester Linz spielt Gustav Mahlers dritte Symphonie am Ort des Schaffens in Steinbach am Attersee
STEINBACH. Am 28. Juni 2026 wird die idyllische Kulisse von Steinbach am Attersee zur Bühne eines musikalischen Ereignisses von außergewöhnlicher kultureller Bedeutung.
Die Besucher erwartet ein Konzert der Extraklasse mit dem Bruckner Orchester Linz, einem der führenden Klangkörper Mitteleuropas, unter der herausragenden Leitung von Chefdirigent Markus Poschner.
130 Jahre nach ihrer Entstehung erklingt Gustav Mahlers 3. Symphonie, die in Steinbach am Attersee in dem kleinen „Komponierhäuschen“ am Seeufer entstand und heute zu den monumentalsten und visionärsten Werken der Musikgeschichte zählt, erstmals am Ort Ihrer Entstehung.
Historisches Ereignis
Die Sommer von 1895 und 1896 waren die Zeit, in der Mahler die 1892 begonnene Arbeit an seiner dritten Symphonie vorantrieb und zu Ende brachte – in seinem Komponierhäuschen am Konzertort Steinbach am Attersee.
Auf diesen bezog er sich unter anderem wohl auch, als er der Sängerin Anna Bahr-Mildenburg von seiner Arbeit schrieb: „Die ganze Natur bekommt darin eine Stimme und erzählt so tief Geheimes, das man vielleicht im Traume ahnt!“ Traumhaft ist auch die Möglichkeit, diese Symphonie am Entstehungsort mit dem Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Chefdirigent Markus Poschner zu erleben.
Über das Werk
Die Dritte Symphonie (“Natursymphonie“) von Gustav Mahler ist nicht nur eines der monumentalsten Werke der Musikgeschichte, sie entfaltet zugleich eine umfassende Vision des Universums. Hier durchmisst Mahler die großen Stufen des Daseins: vom erwachenden Leben der unbelebten Natur (I. Pan erwacht; der Sommer marschiert ein.) über Pflanzen, Tiere (II. Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen. III. Was mir die Tiere im Wald erzählen.) und Menschen (IV. Was mir der Mensch erzählt.) bis hin zu den Sphären des Geistigen (V. Was mir die Engel erzählen.).
Die kraftvollen musikalischen Bilder, die sich durch dieses Werk ziehen, erzählen von der Vielschichtigkeit der Schöpfung und von der geheimnisvollen Ordnung, die allem innewohnt.
Klingendes Universum
Schlussendlich verbindet Mahler die gesammelten Erfahrungen des Werkes zu einem Hymnus der Liebe – jener Kraft, die er als höchste Stufe der Existenz verstand (VI. Was mir die Liebe erzählt). Ein musikalisches Bekenntnis zur Würde des Lebens und zur tiefen Verbundenheit aller Dinge.
Mahlers Dritte gilt als eine seiner visionärsten Schöpfungen: ein klingendes Universum, das vom Irdischen zum Metaphysischen führt und in einem der ergreifendsten Schluss-Adagios der Musikgeschichte endet.
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