Diskussion um Kooperationskindergarten noch nicht abgeklungen
VÖCKLABRUCK/PILSBACH. Die Bezirkshauptstadt wollte gemeinsam mit der Gemeinde Pilsbach einen Kooperationskindergarten bauen. Nun droht das Projekt mangels Förderung zu scheitern. Im Büro von LH-Stellvertreterin Christine Haberlander zeigt man sich ob der geäußerten Vorwürfe irritiert: „Dass es für den ‚Vöcklabrucker Anteil‘ beim geplanten gemeindeübergreifenden Kinderbildungs- und –betreuungsprojekt kein Geld vom Land gebe, entbehrt jeglicher Grundlage und ist schlichtweg die Unwahrheit.“

Für das Gemeinschaftsprojekt erwarteten die beiden Gemeinden eine Förderhöhe von 90 Prozent, denn gemeindeübergreifende Projekte werden vom Land OÖ hoch gefördert. Am Pfarrerfeld wären zwei Krabbelgruppen und drei Kindergartengruppen entstanden. Dann gab der Vöcklabrucker Bürgermeister Peter Schobesberger bekannt, dass es für den „Vöcklabrucker Anteil“ keine Kooperationsförderung gebe. „Es ist für mich unerklärlich, dass nur der ,Pilsbacher Anteil‘ des Kindergartens als Kooperationsprojekt anerkannt wird“, wunderte er sich.
Förderung folgt Richtlinien
Aus dem Büro Haberlander heißt es aber: Die Förderung von Bauprojekten im Kinderbetreuungsbereich folge ganz transparent den Richtlinien der Gemeindefinanzierung Neu, was dem Bürgermeister von Vöcklabruck sowohl von der zuständigen Fachabteilung also auch vom Büro der Landeshauptmann-Stellvertreterin bereits vor dem Sommer schriftlich ausführlich erläutert worden sei. Von der Bildungsdirektion sei für den geplanten Kindergarten ein Bedarf von fünf Gruppen bestätigt, wobei nur für zwei der Gruppen, konkret für eine Krabbelstube und eine Kindergartengruppe, ein gemeindeübergreifender Bedarf bestätigt wurde. Für diese beiden Gruppen gebe es einen Förderzuschlag aus dem Regionalisierungsfonds in Höhe von 90 Prozent, für die restlichen Gruppen gebe es die gewohnte Förderquote der Stadtgemeinde Vöcklabruck.
„Aber als Kooperationsprojekt kann doch nur das gesamte Projekt zählen, oder?“, wundert sich Bürgermeister Schobesberger. Für ihn ist klar, dass die Defizite bei der Kinderbetreuung dringend beseitigt werden müssen. Vor wenigen Monaten waren in Vöcklabruck zwei provisorische Kindergartengruppen im Pfarrhofgries eingerichtet worden. Nun werde überprüft, ob sie mit einem „überschaubaren finanziellen Einsatz“ so fit gemacht werden können, dass sie eine Dauerlösung sein könnten. Auch der Bau eines dreigruppigen Kindergartens - nur für Vöcklabruck - steht im Raum.


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