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VÖCKLAMARKT. Einen Gegenpol zur Fast Fashion, der schnelllebigen Mode, will die Zipferin Marlene Göntgen mit ihrem neuen Modelabel Magoë setzen. Mit ihren Designs möchte sie ein Zeichen für eine nachhaltigere und inklusivere Modebranche setzen.

Designerin Marlene Göntgen trägt einen ihrer Entwürfe. (Foto: Magoë)
  1 / 2   Designerin Marlene Göntgen trägt einen ihrer Entwürfe. (Foto: Magoë)

Marlene Göntgen hat das Modehandwerk in der Modeschule Ebensee gelernt. Danach hat die studierte Politikwissenschafterin ihren beruflichen Weg in der Politik eingeschlagen. Nun geht sie zurück zu ihren Wurzeln, um mit ihrer nachhaltigen Mode einen ökologischen Beitrag zu leisten.

Zeitlos und hochwertig

Mit minimalistischen Schnitten entsteht zeitlose, stilvolle und qualitativ hochwertige Kleidung ohne einen Kompromiss in Sachen Nachhaltigkeit einzugehen. Verwendet werden öko-zertifizierte Textilien aus Europa, wie beispielsweise die Holzfasern Tencel oder Ecovero der Lenzing AG. Ihr Ziel ist es aber auch, Reststoffe, die aus Überproduktion in der Bekleidungsindustrie entstehen, zu finden und diesen Textilien ein neues Leben zu geben.

Buntes Design

Die 31-Jährige geht auch einen ganz eigenen bunten Weg, in dem sie Muster selbst designt und diese dann mittels ressourcenschonendem Digitaldruck auf Stoffe drucken lässt. „Ich habe bemerkt, dass gerade im nachhaltigen Bereich Stoffe und Farben noch immer sehr gedeckt und pastellig sind, mit meinen eigenen Entwürfen kann ich bunte und mutige Muster in die nachhaltige Modewelt bringen“, so Göntgen.

„Viele haben Probleme, passende Kleidung zu finden“

„Es gibt keine komischen Maße!“, so das Motto der Gründerin, denn Größeninklusivität ist ein wichtiger Teil der Mode von MAGOË. Bereits in der ersten Kollektion werden z.B. eine Hose in zwei verschiedenen Längen, eine Jacke und einen Sweater in den Größen bis 46 oder 48 angeboten - und das ist nur ein Anfang. „Es ist so schade, dass viele Frauen Probleme haben, Kleidung zu finden, die ihnen wirklich passt, weil die Größentabellen oft einfach bei Größe 42 enden, vor allem auch im nachhaltigen Bereich. Mit der Hilfe von Größenmodels, die mir immer wieder Feedback geben und zahlreichen Körpermaßen, die ich zugeschickt bekomme, versuche ich Mode für realistische Maße zu machen - immerhin ist die österreichische Durchschnittsgröße bei Frauen die Größe 42. Dahinter steckt zwar viel Zeit und Arbeit - aber wenn sich die Kunden freuen, weil sie sonst nie passende Hosen finden oder Jacken, die sie auch zumachen können, ist das einfach schön“, erklärt die Designerin.

Suche nach Geschäftslokal

In ihrer Heimat Zipf hat Marlene einen kreativen Mittelpunkt gefunden: „Hier entwerfe ich viel, probiere die Designs und schneide die Shirts hier zu. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem Schaufenster bzw. Geschäftslokal für einen Pop-Up Shop am Vöcklabrucker Stadtplatz. Da sich das nicht so einfach gestaltet, obwohl Leerstand besteht, kann ich aktuell leider noch nicht sagen, ob ich etwas finden werde. Suchen würde ich jedenfalls schon für August und September.“ Aktuell wird Marlene Göntngens Mode online verkauft unter: https://www.magoethelabel.com/


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