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FRANKENBURG/PFAFFING. Die Gemeinde Frankenburg stellt auf dem Haushamerfeld in Pfaffing eine Informationstafel auf, die die Geschichte des Denkmals erzählt. Am Sonntag, 24. September, findet eine Kurzaufführung am Originalschauplatz statt.

 (Foto: Würfelspielgemeinde)
(Foto: Würfelspielgemeinde)

„Warum schaut das Denkmal auf dem Haushamerfeld eigentlich so aus wie ein altgermanisches Hünengrab?“ Diese Frage wird von Besuchern des Frankenburger Würfelspiels immer wieder gestellt. Die Würfelspielgemeinde Frankenburg leistet jetzt Aufklärungsarbeit und stellt dieser Tage auf dem Haushamerfeld in Pfaffing eine Informationstafel auf, die die Geschichte des Denkmals erzählt. Und weil es heuer genau 100 Jahre her ist, dass dieses „Monument“ errichtet wurde, gibt es am Sonntag, 24. September, zum österreichweiten „Tag des Denkmals“ eine Feierstunde: Um 15 Uhr wird am Originalschauplatz des historischen Geschehens eine Kurzaufführung des Würfelspiels gezeigt, und auch die neue Tafel wird „enthüllt“.

Es war eine Handvoll deutschvölkisch gesinnter Männer aus Vöcklamarkt, die Anfang des 20. Jahrhunderts das Gedenken an das „Blutgericht auf dem Haushamerfeld“ in monumentale Bahnen leitete. Man beschloss, Geld für ein großes Denkmal zu sammeln. Der Münchner Maler Ernst Liebermann lieferte den Entwurf, der an ein altgermanisches Hünengrab erinnern und den Opfern des „Gottesurteils“ von 1625  den Nimbus von Helden und Märtyrern verleihen sollte. Das aus Granit gefertigte Monument wurde bereits 1914 fertiggestellt, konnte aber nicht aufgebaut werden, weil der Erste Weltkrieg ausbrach.   Erst im Sommer 1923, also vor genau 100 Jahren, wurde es errichtet.

Genau so lange ist es her, dass das „Österreichische Denkmalschutzgesetz“ in Kraft getreten ist. Die Würfelspielgemeinde verbindet diese zwei Jubiläen mit einer Feierstunde, die Aufklärung bringen soll: „Mit deutschvölkischer Gesinnung und Heldenverehrung haben wir nichts am Hut. Im Gegenteil: Wir widmen unsere Erinnerungsarbeit dem Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde sowie dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit“, betont Würfelspiel-Obmann Michael Neudorfer die strikt humanistische Ausrichtung seines Vereins. 


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