Spatenstich in Wankham: KWG startet 20-Millionen-Euro-Wasserkraftwerk an der Ager
REGAU. Mit dem offiziellen Spatenstich startet in Wankham eines der größten regionalen Wasserkraftprojekte der vergangenen Jahre. Die Inbetriebnahme ist 2027 geplant.

Mit dem Spatenstich hat die KWG die Hauptbauphase für ein neues Wasserkraftwerk an der Ager gestartet. Am Standort des Wankhamer Wehrs entsteht ein modernes Laufwasserkraftwerk, in das rund 20 Millionen Euro investiert werden. Künftig soll die Anlage jährlich rund 10,8 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von rund 3.000 Haushalten in der Region.
Langfristige Energie aus der Region
Das neue Kraftwerk ist auf eine Betriebsdauer von mehr als 100 Jahren ausgelegt und soll damit langfristig zur regionalen Energieversorgung beitragen. Geplant ist der Einsatz von zwei vertikalen Kaplanturbinen, die die Wasserkraft der Ager effizient nutzen. Mit dem Projekt erweitert die KWG ihr bestehendes Portfolio auf künftig sieben Wasserkraftwerke. Zusätzlich betreibt das Unternehmen bereits mehr als 60 eigene Photovoltaikanlagen.
Neben der Stromproduktion verweist die KWG auch auf Vorteile für die Region. So soll das Projekt nicht nur die lokale Wertschöpfung stärken, sondern auch den Hochwasserschutz verbessern, weil künftig mehr Wasser im Flussbett der Ager Platz finden soll.
Natur, Bauablauf und Zeitplan
Bei der Umsetzung werden laut KWG ökologische Begleitmaßnahmen und Wiederaufforstungen berücksichtigt, um Eingriffe in Natur und Landschaft bestmöglich auszugleichen. Während der Bauphase ist im Bereich der Baustellenzufahrten in Wankham und Zeislau allerdings mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und temporären Beeinträchtigungen zu rechnen.
Die bauliche Umsetzung übernimmt die Bodner Gruppe über ihre Niederlassung Salzburg/Wals. Finanziert wird das Projekt gemeinsam mit der Sparkasse OÖ, ein kleiner Teil kommt über die Bürgerbeteiligung Wasserkraft 2026. Der eigentliche Baubeginn erfolgte bereits im November 2025. Die Hauptbauphase läuft von Jänner 2026 bis April 2027, die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.


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