Ottnanger rast mit seiner Motorsäge zu EM-Bronze
OTTNANG. 65 PS, 24 Kilo und eine rasende Kette: Bernhard Asamer aus Ottnang bewies bei der Hot-Saw-EM Nervenstärke und schnitt sich auf Platz drei.

Wenn Bernhard „Berni“ Asamer zur Motorsäge greift, geht es um Hundertstelsekunden. Der 32-jährige Ottnanger holte bei der Europameisterschaft der Sportholzfäller im tschechischen Radenice die Bronzemedaille in der spektakulären Disziplin Hot Saw. Für seine drei Schnitte benötigte der Motorsägen-Spezialist nur 7,25 Sekunden.
65 PS in den Händen
Die Hot Saw gilt als Königsdisziplin des Sportholzfällens. Mit gewöhnlichen Motorsägen haben die eigens entwickelten Maschinen kaum noch etwas gemeinsam: Sie leisten rund 65 PS, bringen etwa 24 Kilogramm auf die Waage und erreichen Kettengeschwindigkeiten von mehr als 240 km/h.
Bei diesem Tempo dürfen sich die Athleten keinen Fehler erlauben. Von einem Holzstamm mit 46 Zentimetern Durchmesser müssen sie innerhalb kürzester Zeit drei Scheiben – sogenannte „Cookies“ – abschneiden. Gemeinsam dürfen diese allerdings nicht dicker als 15 Zentimeter sein. Ein schiefer Schnitt oder eine zu dicke Scheibe kann den gesamten Lauf zunichtemachen.
Perfekte Technik, starke Nerven
Asamer bewahrte in Radenice die Ruhe und lieferte eine konstant starke Leistung ab. Nach 7,25 Sekunden waren alle drei Holzscheiben sauber abgeschnitten – schnell genug für den hervorragenden dritten Platz bei der Europameisterschaft.
Einen wichtigen Anteil am Erfolg hatte auch sein Team. Vor allem sein Vater Karl Asamer und Martin Marsche kümmerten sich um die technische Vorbereitung und die exakte Abstimmung der Hochleistungs-Motorsäge. Mit der EM-Bronzemedaille brachte Bernhard Asamer einen weiteren internationalen Sportholzfäller-Erfolg nach Ottnang und Oberösterreich.


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