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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Die Klimakrise macht sich auch im Bezirk Vöcklabruck immer stärker bemerkbar. Bereits 16 Tage über 30 Grad wurden bis Mitte Juli 2026 verzeichnet. 

LR Stefan Kaineder in einem ausgetrockneten Flussbett. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)
LR Stefan Kaineder in einem ausgetrockneten Flussbett. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

Während im langjährigen Durchschnitt zwischen 1961 und 1990 noch fünf Hitzetage pro Jahr verzeichnet wurden, waren es 2025 bereits 15. Bis Mitte Juli 2026 wurden bereits 16 Tage mit mindestens 30 Grad Celsius registriert – und der Sommer ist noch nicht vorbei.

Die Daten von GeoSphere Austria, dem Klimadashboard und dem Land Oberösterreich zeigen damit einen deutlichen Trend. Neben den steigenden Temperaturen kühlen auch die Nächte immer seltener ausreichend ab. Besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind von der zunehmenden Hitze betroffen.

„Die Klimakrise ist keine abstrakte Diskussion mehr. Sie steht im Sommer direkt vor unserer Haustüre. Wenn wir heute deutlich mehr Hitzetage und Tropennächte erleben als noch vor wenigen Jahrzehnten, dann dürfen wir nicht so tun, als wäre das normal“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Mehr Grün statt Asphalt

Um Städte und Gemeinden besser auf die steigenden Temperaturen vorzubereiten, unterstützt das Umwelt- und Klima-Ressort des Landes Oberösterreich verschiedene Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. Dazu zählen unter anderem Baumpflanzungen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie sogenannte Schwammstadt-Lösungen.

Auch die Entsiegelung von Flächen soll vorangetrieben werden. Asphaltierte Plätze und große versiegelte Flächen heizen sich im Sommer stark auf und verhindern, dass Regenwasser im Boden versickern kann. Werden solche Bereiche aufgebrochen und begrünt, entstehen nicht nur kühlere Orte, sondern auch neue Lebensräume und eine höhere Aufenthaltsqualität.

„Jeder Baum, jeder entsiegelte Platz und jeder schattige Ortskern macht einen Unterschied“, so Kaineder. Mit gezielten Förderungen sollen Gemeinden und Vereine dabei unterstützt werden, ihre Ortszentren widerstandsfähiger gegen die zunehmende Hitze zu machen.


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