Nach Aussage zur Sommersperre: Keine zusätzlichen Bootsverbote am Attersee geplant
SCHÖRFLING. Die Aussage eines Polizisten der Motorbootstreife am Attersee zur Sommersperre hat unter Bootsbesitzern Fragen ausgelöst. Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) stellt nun klar: Eine Ausweitung auf Elektro- oder Segelboote ist derzeit kein Thema.

Eine Aussage in einem Artikel der Kronen Zeitung vom 31. Juli hat unter Bootsfahrern am Attersee für Verwunderung gesorgt. Ein Polizist der Motorbootstreife wird darin mit den Worten zitiert: „Leider gilt die Sommersperre nur für Boote mit Verbrennungsmotor.“
Das Wort „leider“ ließ bei zahlreichen Bootsbesitzern die Frage aufkommen, ob künftig auch Elektroboote oder sogar Segelboote von weitergehenden Einschränkungen betroffen sein könnten. Auf Anfrage nimmt nun der zuständige Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) Stellung.
Bestehende Regelung habe sich bewährt
Steinkellner sieht keinen Anlass, die geltenden Bestimmungen zu verschärfen. „Die derzeit geltende Regelung hat sich bewährt und verfolgt das Ziel, die Sicherheit und die Interessen aller Nutzer des Attersees bestmöglich in Einklang zu bringen“, erklärt der Verkehrslandesrat.
Auch möglichen Spekulationen über eine Ausweitung der Sommersperre erteilt er eine klare Absage. Seitens des Landes Oberösterreich gebe es aktuell keine Überlegungen, die bestehende Regelung auf Elektroboote oder Segelboote auszudehnen.
Entscheidend sei vielmehr, dass sich alle Menschen auf dem See verantwortungsvoll verhalten und gegenseitig Rücksicht nehmen – unabhängig davon, ob sie mit einem Motorboot, einem Elektroboot oder unter Segeln unterwegs sind.
Kontrollen sollen Sicherheit gewährleisten
Den zunehmenden Eindruck vieler Bootsbesitzer, am Attersee besonders intensiv kontrolliert zu werden, kommentiert Steinkellner differenziert. Sicherheit habe auf den Seen oberste Priorität. Kontrollen seien dort notwendig, wo sie dazu beitragen, Gefahren zu vermeiden und ein sicheres Miteinander aller Nutzergruppen zu gewährleisten.
Gleichzeitig betont der Landesrat aber auch die Bedeutung des Attersees als Freizeit- und Erholungsraum. Viele Menschen würden den See verantwortungsvoll nutzen. Die Balance zwischen Sicherheit, Erholung und Freizeitnutzung müsse daher erhalten bleiben.
Nicht die Antriebsart ist entscheidend
Besonders deutlich wird Steinkellner bei der Frage, ob Elektro- und Segelboote grundsätzlich kritisch betrachtet werden sollten. Diese seien ein selbstverständlicher Bestandteil der vielfältigen und verantwortungsvollen Nutzung des Attersees.
„Eine pauschale Infragestellung dieser Nutzergruppen ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt“, erklärt Steinkellner. Entscheidend für die Sicherheit sei nicht die Art des Antriebs, sondern das Verhalten jedes Einzelnen.


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