GAMPERN. Der Fachverband der leitenden Gemeindebediensteten Österreichs (FLGÖ) lud zum vierten Bezirkstreffen in das Veranstaltungszentrum 4kanter in Gampern.

Beim diesjährigen Treffen der Amtsleiter wurden wieder aktuelle Themen und Anliegen aus den Gemeinden des Bezirks behandelt. Dass es gerade in einem Wahljahr viel Diskussionsbedarf gibt, zeigte sich bereits an der Teilnahmeliste: Lediglich 4 Amtsleiter ließen sich entschuldigen, die restlichen Gemeinden waren allesamt beim Treffen vertreten.
Neuwahl der Landesvertretung
FLGÖ-Bezirksobmann Manfred Göbl aus Rüstorf informierte nach seiner Begrüßung die Anwesenden über generelle Themen der Gemeindeverwaltung. Er wurde im Laufe des Treffens einstimmig als Vertreter des Bezirks Vöcklabruck in den FLGÖ-Landesverband entsandt.
Aktuelle Projekte
Im Anschluss präsentierte der wiedergewählte Bürgermeister von Gampern, Jürgen Lachinger, seine Gemeinde und den modernen Veranstaltungssaal „4kanter“. Danach gab der neu gewählte Obmann des Landesverbandes, Amtsleiter Reinhard Haider aus Kremsmünster, einen Überblick über die aktuellen Projekte auf Landesebene. Vor allem die derzeit in Überarbeitung befindliche Dienstausbildung für Gemeindebedienstete stieß auf großes Interesse unter den Anwesenden. Der FLGÖ legt bei den Beratungen mit dem Land Oberösterreich und dem Gemeindebund großes Augenmerk auf Praxisnähe der Ausbildung. Im Hinblick darauf konnten im letzten Jahr viele Fortschritte und kleinere Durchbrüche erzielt werden.
Handhabung des Flächenmanagements
Des Weiteren wurde von Amtsleiter Christoph Stockinger anhand des Beispiels der Gemeinde Gampern präsentiert, wie ein modernes Flächenmanagement aussehen kann. Er zeigte eindrücklich vor, dass viele Jahre Planung und jede Menge Projektierungsschritte nötig sind, um eine ausgewogene Siedlungs- und Betriebsansiedlungspolitik zu verwirklichen.
Vom Alltag der Quereinsteiger
Den Abschluss des Vortragsreigens machten die beiden Amtsleiter Helmut Auerbach (Steinbach am Attersee) und Christian Schneeberger (Wolfsegg am Hausruck), welche auf amüsante Weise über den Alltag und die Probleme von Amtsleitern berichteten, die als Quereinsteiger aus der Wirtschaft in den öffentlichen Dienst wechseln. Die Reaktionen aus dem Zuschauerraum ließen darauf schließen, dass sich viele der Anwesenden mit dem Geschilderten identifizieren konnten.
Mögliche Verbesserungen
Nach den Vorträgen kam es noch zu einer allgemeinen Diskussion, in welcher vor allem mögliche Verbesserungen bei der Abwicklung der Landtags- und Gemeinderatswahlen diskutiert wurden. Es zeigte sich, dass die Gemeinden trotz ihrer Unterschiedlichkeit allesamt mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Es wurde deutlich, dass die Herausforderungen auf Gemeindeebene nur gemeinsam mit anderen Akteuren zu bewältigen sind. Die Mitglieder des FLGÖ möchten sich daher auch zukünftig aktiv einbringen und die Zusammenarbeit mit dem Gemeindebund, den Bezirkshauptmannschaften und dem Land Oberösterreich noch verstärken, um Lösungswege aus Gemeindesicht aufzuzeigen.


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