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SCHWANENSTADT. Kürzlich fand im Veranstaltungszentrum Oberndorf bei Schwanenstadt die vom Verein WI(e)SO initiierte Podiumsdiskussion „Letzte Generation – Reden wir darüber“ statt, welche von Christian Aichmayr moderiert wurde.

 (Foto: Aichmayr)
(Foto: Aichmayr)

Diskussionsteilnehmer waren Maximilian Schoissengeyer, Student der Mathematik, der die Letzte Generation vertrat, der ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender von Spar-International Rudolf Staudinger, der als Vertreter der Wirtschaft eingeladen war und Wolfgang Traunmüller, Geschäftsführer von Blue-Sky-Wetteranalysen, der als Meteorologe die Klimasituation seit 2003 in der Region aufzeichnet und analysiert.

Maximilian Schoissengeyer legte die Hintergründe für den Aktionismus der Letzten Generation ausführlich dar, Wolfgang Traunmüller erläuterte seine Wahrnehmungen, Analysen und Erkenntnisse im Hinblick auf die Veränderung des Klimas, Rudolf Staudinger brachte ein, dass seines Wissens der von Menschen gemachte CO2-Austoß nur für einen minimalen Teil des gesamten CO2s in der Atmosphäre beträgt und schlug der Letzten Genration vor, anstatt dem von Teilen der Bevölkerung sehr negativ beurteiltem Aktionismus ihre Anliegen besser durch politisches Engagement in der Parteienlandschaft zu vertreten. Es waren etwa 100 interessierte Besucher bei der Veranstaltung anwesend – neben der Beantwortung von Fragen am Podium konnten sich auch die Besucher mit Fragen und Informationen einbringen.

Sich gegenseitig zuhören

Der Diskussionsabend verlief sehr diszipliniert und sachlich, gleich zu Beginn hatte der Moderator darum ersucht, die Veranstaltung unter dem Leitsatz „Lernen beginnt stets mit dem Eingeständnis, nicht alles zu wissen. Die Lernchance haben wir bei jenen, die anderer Meinung sind als wir!“ zu stellen und das individuelle Wissen, die unterschiedlichen Befindlichkeiten und das Bild über die Situation einfach zu erweitern.

Das ist an diesem Abend auch recht gelungen, es blieb sachlich und man hörte sich gegenseitig zu. Auch wenn die Zugänge unterschiedlich waren – die gemeinsame Klammer des Abends war, das Thema „Klimawandel“ ist zu ernst, um nicht zu Handeln. Und das Publikum bekam entsprechenden Einblick in die Überlegungen und Anliegen der „Letzten Generation“ und auch eine Begründung dafür, warum ihre Aktionen in der gegebenen Form stattfinden. Enttäuschend war, dass vom Klima- und Umweltministerium, bei welchem seitens des Vereines WI(e)SO im Vorfeld nachgefragt wurde, ob es stimmt, was die Letzte Generation feststellt, dass die Regierung kein Handlungskonzept hat was die Klimafrage betrifft, keine Rückmeldung gekommen ist.


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