Sommergespräch am Hof
UNGENACH. Der Bauernbund des Bezirkes Vöcklabruck hat alle Funktionäre des Bezirkes zum „Sommer-Gespräch am Hof“ bei Familie Rosner eingeladen.

Als Referenten standen die ÖVP Abgeordneten Angelika Winzig aus dem Bezirk und Alexander Bernhuber aus Niederösterreich, den zahlreich erschienen Gästen, den ganzen Abend für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung. Weiters konnten auch Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Landtagsabgeordnete Elisabeth Gneißl, Landwirtschaftskammerrat Johann Perner sowie Gemeindebund-Präsident Christian Mader begrüßt werden. Vor der Veranstaltung wurde von Familie Rosner zur Besichtigung der Edelbrand-Destillerie eingeladen, wobei tiefere Einblicke in die Produktion, die Produktpalette und in den landwirtschaftlichen Betrieb unter anderem mit Pferdewirtschaft gewährt wurden.
Einblicke in das Parlament
Unter dem Motto „Unsere Mitsprache absichern und damit Fehlentwicklungen wirksam verhindern!“, informierten beide Referenten in aller Kürze über die wichtigsten Themen, die derzeit im EU-Parlament und/oder in den Ausschüssen besprochen werden. Angelika Winzig gab dazu vorab einen interessanten Einblick in die Abläufe des Parlamentes und den wichtigsten Organen der EU. Als Delegationsleiterin der ÖVP-Abgeordneten hat sie aber auch die Aufgabe zu vermitteln und das nicht nur innerhalb der eigenen Fraktion, sondern oft auch darüber hinaus müssen Kompromisse gefunden werden um Stillstand zu verhindern.
„2024 werden durch die EU-Wahl die Karten neu gemischt. Nur mit einer starken Volkspartei können wir sicherstellen, dass Anliegen unserer heimischen Land- und Forstwirtschaft auf europäischer Ebene auch umgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass unseren Landwirtinnen und Landwirte immer mehr Auflagen und auch bürokratische Hürden auferlegt werden. Dagegen kämpfen wir im Europäischen Parlament. Bei uns als Volkspartei steht klar der Hausverstand im Vordergrund und nicht reiner Idealismus, der sich oftmals in realitätsfremden Vorlagen niederschlägt “, so ÖVP-Delegationsleiterin Winzig. Das EU-Budget, der Ukraine-Krieg, die Asylproblematik, der „Green-Deal“, der für viel Unruhe und Unverständnis in Österreich bei den Bäuerinnen und Bauern sorgt, genauso wie die „Wolf-Thematik“, die sich zunehmend zu einem wesentlich größeren Problem entwickelt als manche es wahrhaben wollen und das nicht nur für die Landwirtschaft alleine. Aber auch die Herkunftskennzeichnung, die jedenfalls auch nach den Wahlen 2024 auf der Tagesordnung bleiben wird, war Thema an diesem Abend.
Höhere Standards verursachen höhere Kosten
„Noch höhere Standards in der Produktion, beim Tierwohl und verschiedenste Umwelt-Auflagen bei der Bewirtschaftung der Flächen, verursachen logischer Weise höhere Kosten für unsere Bäuerinnen und Bauern in Österreich gegenüber anderen Mitbewerbern in der EU, aber insbesondere gegenüber Drittstaaten. Die Abgeltung über einen fairen Produktpreis dafür hinkt jedenfalls nach und bedeutet, dass gerade durch Billigimporte und die fehlende Kennzeichnung ein wesentlicher wirtschaftlicher Nachteil für unsere Betriebe entsteht!“ so Bernhuber. „Ein Ausbau der Herkunftskennzeichnung ist daher in Zukunft unerlässlich und muss auch auf europäischer Ebene geregelt werden. Wir werden uns auch weiterhin für eine rasche Umsetzung der Herkunftskennzeichnung einsetzen!“, ergänzt Bernhuber abschließend.
Bei bester Bewirtung durch Familie Rosner und ihrem Team, mit im Sud gekochten Würsten, einer Verkostung von Edelbränden und anderen Gaumenfreuden klang der laue Sommerabend im Innenhof des Betriebes gemütlich aus.


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