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ATTERSEE. Tips-Leserin Nicole Gassner wendet sich in einem Leserbrief an die Redaktion, in dem sie ihre Erlebnisse von einem ärgerlichen Badetag am Attersee schildert.

Leserbrief (Foto: Tips)
Leserbrief (Foto: Tips)

„Wie jeden Sommer treffen wir uns an einem schönen Tag (am „Tauchplatz Dixi“) am Attersee. Ich packe also meine Badesachen und mache mich schon am Vormittag auf den Weg. Weit komme ich nicht, da der Stau von Timelkam kommend schon weit vor der Autobahnabfahrt in Seewalchen beginnt. Nach mehreren Kilometern „Start und Stopp“ erreiche ich dann endlich mein Ziel.

Wo man früher auch an gut besuchten Tagen mit etwas Geduld immer noch einen Parkplatz fand, stehen heute Wohnwägen aus „Allerwelt“, trotz Nachtparkverbot nicht nur über mehrere Tage, sondern auch quer über mehrere Parkplätze. Ich parke mein Auto auf der Wiese neben dem Radweg, wohlgemerkt ohne diesen in irgendeiner Form zu blockieren. Meine Freunde und Freundinnen sind ebenso glücklich über die letzten freien Wiesenplätze und wir freuen uns, es heute endlich alle erfolgreich zum See geschafft zu haben.  Nach dem lang ersehnten Sprung ins kühle Nass das böse Erwachen: Wir sehen zwei Polizisten und eine Polizistin passieren, während sie alle in der Wiese parkenden Autos abfotografieren. Wir wundern uns, da es hier noch nie zu Problemen kam und fragen höflich nach, ob hier ein Parkverbot sei. Laut Polizistin sei das Parkverbot eindeutig, da eine einfache Sperrlinie, welche leider an manchen Stellen schon stark ausgeblichen ist, die Straße und den Radweg trennt und diese unter keinen Umständen überquert werden dürfe. Somit haben wir beim Parken den Radweg befahren und uns strafbar gemacht. Wir entschuldigen uns aus Unwissenheit hier geparkt zu haben. Unser Angebot uns umzuparken wird belächelt, die Strafe werden wir dann von der „BH“ erhalten.

Daraufhin weisen wir, nicht zum ersten Mal diesen Sommer, auf die mehrtätig parkenden Wohnwägen hin, welche es erschweren einen angemessenen Parkplatz zu finden. Der Polizist vor Ort gibt daraufhin preis, dass hier nichts gemacht wird, da die Länder, zum Beispiel das Nachbarland Tschechien, nicht kooperieren und somit eine Strafe finanziell nur wenig Sinn mache. Es wird seitens der Polizistin abschließend noch beigefügt, dass „wir uns glücklich schätzen können hier überhaupt baden zu dürfen, da dieses Stück Wiese eigentlich den Bundesförstern gehöre und wir hier lediglich geduldet werden würden.“

Im Nachhinein fühlten wir uns sehr frustriert. Die Urlauber aus anderen Ländern können also parken wie und wie lange sie wollen, und wir Ortsansässigen müssen sehen, wo wir bleiben? Wo ich mich einst heimisch fühlte, fühle ich mich nun ausgegrenzt und benachteiligt. „Früher war alles besser“ hört man die Leute sagen. Ich kann dem nur traurig zustimmen…“

 

Schilderung vom 23. August 2024, Nicole Gassner


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28.08.2024 10:04

Das Leben am Attersee

Der Polizist hat nicht recht. Ich bin die Tschechin, die hier schon länger lebt, und ich weiß von meinen tschechischen Freunden, dass der Brief mit der Strafe aus Österreich ganz normal zu ihnen kommt und sie müssen die Strafe wie alle anderen auch bezahlen. Ich glaube die Wohnwägen verschlimmern leider die Situation mit dem Parken überall.

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Gerald A.
Gerald A.
26.08.2024 14:55

"Österreich ist ein Autoland"

... hat der Kanzler vor wenigen Monaten gesagt. Und so schauts dann eben aus, wenn wir alle mit dem Auto daherkommen. Aber so ein Bade-Shuttle ist sicher undenkbar, unfinanzierbar, unorganisierbar, oder? Per Rad zum Badeplatz? Viel zu heiß, zu anstrengend, zu weit. Oder? Wo würden wir da hinkommen, wenn wir nicht mit unserem Status-Symbol vorfahren könnten, wenn wir in unseren gemütlichen Gastgärten nicht "Auto-Schauen" (und hören) könnten. Wäre ja fad, worüber sollten wir uns denn unterhalten? Österreich ist ein Autoland. So schön.

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Gerald A.
Gerald A.
26.08.2024 14:55

Lösungsvorschläge

Um den Artikel noch zu vervollständigen: Eine Lösung wäre beispielsweise Strafen DIREKT zu verhängen. Manche Touristen wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass sie etwas falsch machen, weil nie eine Strafe bei ihnen ankommt. Es kann einfach nicht sein, dass wir Einheimischen bzw. alle Menschen mit österreichischer oder deutscher Nummerntafel die Konsequenzen tragen und alle anderen "durch den Rost fallen". Die Polizei sollte sich als "Freund und Helfer" meiner Meinung nach mehr Bemühen passende Lösungen zu finden als nur mit den Schultern zu zucken!

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Gerald A.
Gerald A.
26.08.2024 14:54

Lösungsvorschläge

Um den Artikel noch zu vervollständigen: Eine Lösung wäre beispielsweise Strafen DIREKT zu verhängen. Manche Touristen wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass sie etwas falsch machen, weil nie eine Strafe bei ihnen ankommt. Es kann einfach nicht sein, dass wir Einheimischen bzw. alle Menschen mit österreichischer oder deutscher Nummerntafel die Konsequenzen tragen und alle anderen "durch den Rost fallen". Die Polizei sollte sich als "Freund und Helfer" meiner Meinung nach mehr Bemühen passende Lösungen zu finden als nur mit den Schultern zu zucken!

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26.08.2024 14:58

Verfasser

Gerald A. wird wohl als Verfasser des Kommentars automatisch generiert? :D

n
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26.08.2024 14:58

Verfasser

Gerald A. wird wohl als Verfasser des Kommentars automatisch generiert? :D

n
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26.08.2024 14:23

Leben am Mondsee

Es ist traurig aber wahr! Bin viel in Oberburgau und auch Fischer am Mondsee. Im Frühjahr und im Herbst wenn dann die Urlauber sprich Camper ohne WC im Auto wieder zuhause oder sonst wo sind dann kommt die Polizei von ihrem Sommerurlaub zurück und geht wieder auf die Fischer los, das sind ja solch die in Österreich wohnen und die kann man ja Strafen.

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26.08.2024 13:33

Das Leben am Attersee

Ich kann hier nur zustimmen, als Einheimische bin bzw. sind wir dazu ueber gegangen, sich ein privates Plätzchen zu Mieten, damit wir stressfrei in und an den See können. Es ist traurig ? es wird überall rücksichtslos geparkt und nicht nur das. Hauptsache wild campen und nix zahlen. Das sollen die anderen..

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26.08.2024 13:30

Leben am Mondsee

Gleiches Bild, von Schwarzindien bis Plomberg, weiter bis Scharfling, biegt man Richtung Kreuzstein bis zur Ortschaft See. Meiner Meinung nach untragbare Zustände wie am Attersee, Wohnwägen, Karawanen an grillenden Menschen, zugeparkte Straßen, Zufahrten, Autos Kreuz und quer angestellt, sichtbehinderungen usw. Und jedes Wochenende fragen wir uns, hat die Polizei zwischen Unterach und Mondsee bis St. Gilgen dauerfrei oder fürchten sie sich vor den Menschen... Wir haben die Antwort noch nicht erhalten