SPÖ fordert mehr Platz für Gesundheit im Bezirk Vöcklabruck
VÖCKLABRUCK. Der SPÖ-Landtagsklub hat in Vöcklabruck seine neue Gesundheitskampagne „Platz für Gesundheit – Versorgen statt vertrösten“ vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die steigenden privaten Gesundheitskosten und die langen Wartezeiten auf Kassenleistungen und Operationen.

Laut einer von der SPÖ präsentierten Studie haben 80 Prozent der Befragten in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden im vergangenen Jahr privat für Gesundheitsleistungen bezahlt oder eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Die SPÖ fordert daher mehr Kassenärzte, verbindliche Obergrenzen bei Wartezeiten und einen Ausbau der Gesundheitsprävention.
Besonders im Bezirk Vöcklabruck sieht die SPÖ Handlungsbedarf. Mit 1. April waren unter anderem drei der sechs Kassenstellen für Frauenheilkunde unbesetzt. Auch in der Allgemeinmedizin und bei Haut- und Geschlechtskrankheiten waren Stellen offen.
Die SPÖ kritisiert zudem die steigenden Beiträge der Gemeinden zum Spitalswesen. 2026 müssen die oberösterreichischen Gemeinden insgesamt 623 Millionen Euro beitragen. „Mitentscheiden dürfen die Gemeinden nicht, zahlen tun sie aber fast genau so viel wie das Land“, kritisiert LAbg. Doris Margreiter.
Mit der Kampagne will die SPÖ in den kommenden Monaten in den Bezirken über ihre Forderungen informieren. Dazu zählen unter anderem eine bessere medizinische Versorgung, kürzere Wartezeiten und eine stärkere Rückbindung von Medizinstudierenden an das öffentliche Gesundheitssystem.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden