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VORDERWEISSENBACH/WELS. Jedes Jahr wird der beste Vortrag eines jungen Wissenschaftlers mit dem Paul-Riebensahm-Preis von der Arbeitsgemeinschaft für Wärmebehandlung und Werkstofftechnik ausgezeichnet. Dieses Mal ging die Auszeichnung an eine Vertreterin aus dem Bezirk.

 (Foto: FH OÖ)
(Foto: FH OÖ)

Der mit 2.000 Euro dotierte Preis ging heuer an Simone Kaar, die sich mit ihrem Vortrag ihm Rahmen des 75. Härtereikongresses in Köln vor einer Jury durchsetzen konnte: Sie präsentierte dem Fachpublikum vor Ort eine neuartige Wärmebehandlung für die Herstellung von höchstfesten Stählen für Anwendungen im Automobilbereich.

„Simone Kaar gelang es sehr strukturiert, den Einfluss der Prozesstemperaturen auf die mechanischen Eigenschaften dieser modernen Stähle herauszuarbeiten. Dieses Wissen, in Kombination mit der preiswerten Legierungszusammensetzung, bietet der Automobilindustrie wichtige praxisrelevante Vorteile bei der Anwendung“, so die Begründung der Jury.

Auch der lebendige und offene Präsentationsstil der 27-Jährigen, die aus Vorderweißenbach stammt, hat dabei überzeugt: „In der Darstellung bewies sie hohe didaktische Fähigkeiten, mit denen es ihr gelang, die Zuhörer auf einen spannenden und überzeugenden Vortrag mitzunehmen. Frau Kaar zeigte darüber hinaus ihre hohe fachliche Kompetenz in der anschließenden umfassenden Diskussion“, so der Vorsitzende der AWT, Winfried Gräfen bei der Preisverleihung.

Kaar ist Absolventin des Welser FH-Studiums Entwicklungsingenieur Metall und Kunststofftechnik - jetzt Werkstoffwissenschaften und Fertigungstechnik. Sie beschäftigt sich im Rahmen ihrer Dissertation in Kooperation mit der TU Graz und der voestalpine Stahl GmbH mit dem Thema „Entwicklung von Lean Medium Mangan Q&P-Stählen“. Mit der Auszeichnung der Vorderweißenbacherin ging der Paul-Riebensahm-Preis bereits zum zweiten Mal nach Österreich - und zum zweiten Mal an den FH OÖ Campus Wels.


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