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BEZIRK. Die festliche Eröffnung des diesjährigen Viertelfestivals am Freitag, 4. Mai in Horn ist der Auftakt zu einem Frühling und Sommer voller ungewöhnlicher kultureller Aktivitäten. Im Bezirk Waidhofen starten die ersten Projekte wenige Tage später.

Das diesjährige Viertelfestival findet im Waldviertel statt. Foto: Dieter Werderitsch
  1 / 4   Das diesjährige Viertelfestival findet im Waldviertel statt. Foto: Dieter Werderitsch

Das Motto des diesjährigen Viertelfestivals ist ganz einfach. „Narrnkastl schaun“.

Narrnkastl schaun

Das Team des Viertelfestivals dazu: „Das Waldviertel ist dafür wie geschaffen. Narrnkastl schauen – eine Auszeit, um dem Denken Platz zu schaffen. Wir fordern dazu auf, Neues zu denken und eine Umsetzung zu wagen. Das Narrnkastl steht dabei symbolisch für Freiräume und Utopien ebenso wie für Klamauk oder Dada. Dazu gehört auch, Sachzwänge, Erwartungen oder Ziele zu relativieren und spielerische Zugänge, offene Ausgänge, sogar Chaos zu ermöglichen. Träum dir dein Waldviertel. So wie es sein sollte. So wie es sein könnte“.

fiareschaun von Christian Pfabigan

Christian Pfabigan ist einer der Träumer. Er hat ein Projekt ins Leben gerufen, das einen Blick in die Zukunft des Waldviertels wagt. Wie entwickelt sich das Waldviertel bis ins Jahr 2030? Als interaktive Web.Doku erzählt „fiareschaun“ eine Geschichte von denkbaren Möglichkeiten der Zukunftsgestaltung. Die User haben die Möglichkeit, unterschiedlich durch die Geschichte zu navigieren. Sie müssen an verschiedenen Stellen der Web.Doku entscheiden, welcher nar-rative Weg eingeschlagen wird. Künstler und Experten werden in kurzen Videos ihre Meinung zu aktuellen Themen und zukünftigen Entwicklungen kundtun. Jeder Bewohner des Waldviertels ist zusätzlich aufgerufen, eigene Ideen und Gedanken zu den unterschiedlichen Themenfeldern beizutragen und somit die Web.Doku mitzugestalten: mit Handyvideos oder durch den Hashtag #fiareschaun. Das Kernelement sind bildschirmfüllende Videos, welche in Kombination mit Texten, Sounds und Infografiken eine non-lineare Geschichte erzählen. „fiareschaun“ ist jedoch auch eine Videoinstallation, da für die Premiere am Samstag, 12. Mai um 20 Uhr im IGEL in Waidhofen mittels Moderation und Beamer eine real bedienbare Version erstellt wird. Danach wird die Online-Version auf www.fiareschaun.at abrufbar sein.

Waldviertler Schätze

Die Schätze des Waldviertels sichtbar machen, mit diesem Ziel wird anhand von drei konkreten Themenfeldern – Kunst & Kultur, Genuss & Tourismus und Wirtschaft – die Großartigkeit der Region, der Menschen, Initiativen und Produkte aufgezeigt. Sichtbar gemacht mit einer großen Ausstellungsinstallation, bestehend aus 100 durchsichtigen Würfeln, die mit Kunstwerken aus den verschiedenen Disziplinen, Erzeugnissen, mit Bekanntem, Neuem und vielem mehr bespielt werden. Dadurch können die Besucher das Waldviertel direkt erleben und genießen. Von Dienstag, 15. Mai bis Samstag, 2. Juni ist die Ausstellung in der Filiale der Waldviertler Sparkasse in Waidhofen zu sehen. Veranstalter dieses Projekts ist die WALDVIERTEL AKADEMIE, weitere Informationen dazu gibt es bei Christoph Mayer unter 0664/3818196.

Mobiler Waldviertler Stammtisch

Wie ein reisendes Festival-Maskottchen zieht ein geheimnisvolles Objekt im Frühling und Sommer durch die Region. Bei dieser mysteriösen Box auf Rädern handelt es sich um ein einzigartig umgesetztes High-End-Lastenrad. Aus dem Gefährt lässt sich ein langer, gemeinschaftlicher Tisch herauszaubern: der mobile Waldviertler Stammtisch! Die einzelnen Stationen stellen die Höhepunkte dar, da dort die Vielseitigkeit des Gefährts zur Geltung kommt, aber auch der Weg ist das Ziel. Es ist omnipräsent bei Events im ganzen Waldviertel. Wer das Objekt in der Region sichtet, fotografiert und in Social-Media-Kanälen postet (#Wald4tour), kann noch dazu ein Preis gewinnen. Wann und wo der mobiole Stammtisch zu sehen sein wird, kann bei Florent Souly unter 0699/10805056 in Erfahrung gebracht werden.

Camera Obscura

Eine Projektgruppe des Gymnasiums Waidhofen entwickelte die Idee, eine Lochkamera zu bauen, die man auch zum Abpausen von Landschaftsbildern verwenden kann, die aber auch begehbar sein soll. Das Projektteam: „Wir beschlossen, verschieden große Löcher an unserer Camera Obscura anzubringen. Außerdem wird unsere „Dunkle Kammer“ – zum direkten Vergleich – auch mit einer modernen Linse zur Bilderstellung ausgestattet sein. Die Kamera wird entlang des Weitwanderweges im Raum zwischen Heidenreichstein und Waidhofen an wechselnden Standorten aufgestellt und zu einem Highlight für die WanderInnen werden. Auch Zeichenpapier und Stifte werden bereitgestellt. Unsere Gäste können sich so ein naturalistisches Bild der Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes selbst „photo-graphieren“. Wann die dunkle Kammer wo am Wanderweg aufgestellt ist, weiß Hans Hofbauer unter 0676/7899336.


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