Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WAIDHOFEN/THAYA. Gemeinserätin Astrid Lenz (ÖVP) wurde im Sommer zur neuen Obfrau des Museumsverein Waidhofen gewählt. Tips bat sie zum Interview.von ERICH SCHACHERL
 

Astrid Lenz ist die neue Leiterin des Stadtmuseums. Foto: Andreas Bidermann
Astrid Lenz ist die neue Leiterin des Stadtmuseums. Foto: Andreas Bidermann

Tips: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie diese Funktion übernommen haben? Lenz: Im Juni 2014 wurde bei einer Generalversammlung der geplante Rücktritt des Vorstandes verlautbart. Ich war damals dabei, weil ich im zuständigen Ausschuss war. Ich fand es schade, dass diese Wendung kam. Tips:Was waren Ihre persönlichen Gründe und Motive, Vereinsobfrau zu werden? Lenz: Ich hab einige Jahre beruflich historische Archive beraten und mit Ablagesystemen wie säurefreie Kartons und Regalen ausgestattet. Dabei konnte ich auch oft hinter die Kulissen von Museen blicken. Das Sammeln und Ausstellen von Dingen die viele Generationen vor uns verwendet haben, finde ich sehr spannend, wenn man die Geschichte der Bevölkerung dazu erzählen kann. Daher konnte ich mir eine Mitarbeit im Vorstand durchaus vorstellen, da man an vorderster Front etwas bewirken kann. Tips:Was bedeutet das Waidhofner Stadtmuseum für Sie?Lenz: Geschichte die sonst verloren gehen würde. Und das Weiterleben von Tradition. Tips: Braucht Waidhofen ein Stadtmuseum? Lenz: Ja, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner Waidhofens mit der Vergangenheit identifizieren können. Ausserdem meine ich, dass jede Bezirksstadt eines braucht. Das Stadtmuseum hat ja nicht nur die museale Sammlung, sondern soll auch Haus für Vereine und Schulen sein, sich zu präsentieren, d.h. ein Mittelpunkt für Veranstaltungen.Tips: Wie sind die Funktionen im Verein nun verteilt? Lenz: Die Vereinshauptarbeit liegt einstweilen noch bei mir. Die noch für heuer geplanten Aktivitäten koordiniere ich vorerst. Leopold Gudenus ist mein Stellvertreter. Josef Fried kümmert sich sehr gut um die Finanzen. Seine Vertreterin Herta Schlosser macht nicht nur Vereinsarbeit, sondern teilweise auch den Kassadienst an den Wochenenden. Günther Antony führt alles Schriftliche, seine Vertretung ist Dunja Klaban. Franz Fischer wurde in den Vorstand kooptiert, da er die meiste Zeit als ehrenamtlicher Archivar im Museum verbringt. Er beantwortet Anfragen, bereitet Themen für den Museumsstammtisch vor und so weiter. Wenn es Erledigungen gibt, werden die auf alle aufgeteilt. Bei der letzten Ausstellungseröffnung haben alle mitgeholfen. Tips:Wer davon ist neu?Lenz: Bis auf Herrn Fischer sind alle im Vorstand neu. Tips: Gibt es schon einen neuen Museumsleiter? Lenz: Das wird noch entschieden.Tips: Welche Aktivitäten sind für heuer noch geplant? Lenz: Es wird am Samstag, 3. Oktober einen Festakt vom Kolpinghaus geben, wo einige Jubiläen gefeiert werden, anlässlich derer eine Sonderausstellung gezeigt wird: 120 Jahre Kolpingsfamilie Waidhofen/Thaya, 20 Jahre Kolping Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen in Waidhofen/Thaya und 150. Todestag Adolph Kolping“. Am Samstag, 5. und Sonntag, 6. Dezember wird nach einer einjährigen Pause unser kunsthandwerklicher Weihnachtsmarkt statt finden.Tips:Wie sieht es mit 2016 aus?Lenz: Für 2016 wissen wir noch nichts Konkretes. Der neue Vorstand ist noch viel zu kurz im Amt. Wir haben einige Vorschläge von Vereinen, Sammlern, etc. für Projekte, die wir uns über den Winter ansehen. Geplant ist, dass wenn Herr Fischer ein umfangreicheres Thema beim Museumsstammtisch präsentiert, dieses auch im Museum im Sonderausstellungsraum gezeigt wird.Tips:Soll die bisherige Museumsarbeit fortgesetzt werden? Lenz: Ja soll sie. Das Erhalten und Präsentieren von Museumsgut ist das Wichtigste. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, da die finanziellen Mittel begrenzt sind. Museumsführungen für Gruppen bieten wir weiterhin an. Die Öffnungszeiten bleiben wie gehabt. Wir möchten gerne mehr unsere heimischen Vereine mit einbeziehen. Den Schulen möchten wir mehr Möglichkeiten für Projekte bieten.Tips: Bleibt der Museumsstammtisch? Lenz: Er bleibt gleich und wird wieder am zweiten Mittwoch im Monat im Gasthaus Jöch statt finden. Der erste nach der Sommerpause wird am Mittwoch, 14. Oktober sein.Tips: Was sind Ihre Ziele und Wünsche als Vereinsobfrau für das Stadtmuseum? Lenz: Ich wünsche mir mehr Besucher, die nicht nur wegen einer Sonderausstellung kommen, sondern auch die Dauerausstellung besichtigen möchten. Unsere Veranstaltungen sollen so gestaltet werden, dass für jeden was dabei ist. Und ich glaube es ist nicht zuviel verlangt, wenn man erwartet, dass jeder Bewohner Waidhofens und über die Ortsgrenzen hinaus mindestens einmal im Leben im eigenen Stadtmuseum war.Tips:Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Stadtmuseums? Lenz: Dass wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln weiterhin gute Museumsarbeit leisten können. Ich zähle da sehr auf unsere Mitglieder, ohne deren Wissen und Können die Museumsarbeit wesentlich schwerer wäre. Der Museumsverein besteht nicht nur aus dem Vorstand. Das ist der kleinste Teil. Nur durch aktives Mitarbeiten kann ein Verein weiter bestehen. Und so bleibt das Stadtmuseum ein historisches Gebäude der Gegenwart für die Zukunft.Tips: Danke für das Gespräch.


Mehr zum Thema

Buchpräsentation im Stadtmuseum
Artikel

Buchpräsentation im Stadtmuseum


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden