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WAIDHOFEN/THAYA. Die Mitte Juli stattgefundene Veranstaltung „Balls & Beats“ war wie schon die Jahre zuvor ein voller Erfolg. Tips traf sich mit Christoph Mayer, Obmann des Vereins Balls & Beats und plauderte mit ihm über das Erfolgsrezept und allerlei sonstige interessante Hintergründe.
Von ERICH SCHACHERL

Christoph Mayer ist begeistert: „Die Veranstaltung ist bestens gelaufen. Wir hatten heuer einen neuen Besucherrekord, die Stimmung war super“. An die 4000 Besucher erlebten den zweitägigen Mix aus sportlichen Aktivitäten, Konzerten und DJ-Lines bei der Waidhofner Leichtathletikanlage. 120 freiwillige Mitarbeiter sorgten für den reibungslosen Ablauf des Events. Der Obmann des Vereins „Balls & Beats“ weiter: „Es ist sehr schön zu sehen, dass alles so gut funktioniert hat. Auch dass das Interesse (der Besucher und Mitarbeiter) da ist. Denn ohne dem Interesse würden wir das nicht machen. Wir tun das nicht für uns, sondern damit sich in der Region etwas tut, damit es für Jugendliche Möglichkeiten gibt, auszugehen und sich sportlich zu betätigen“.

Jugendkultur im Waldviertel

Damit spricht Christoph bereits an, welche Ideen und Absichten hinter Balls & Beats stehen. „Der Grund für die Sportturniere ist, dass wir Menschen im wahrsten Sinne des Wortes bewegen wollen. Dann wollen wir noch zeigen, dass Jugendkultur auch im Waldviertel lebendig ist, dass sich auch hier viel tut. Und dass man mit persönlichem Einsatz von vielen Kräften auch etwas schaffen kann, das es sonst nur in großen Städten gibt“.

Im sechsten Jahr der erfolgreichen Veranstaltung haben sich die ursprünglichen Absichten von Christoph und den weiteren Vereinsmitgliedern bereits erfüllt. Mehr noch: „Teilweise hat sich die Vision schon mehr erfüllt, als erwartet. Wir haben heuer bereit eine Dimension erreicht, die uns zeigt, dass wir beispielsweise beim Personal schon am Limit sind und dass die Veranstaltung nicht mehr zuviel wachsen soll, weil wir das sonst einfach nicht mehr schaffen.“

Der Erfolg schien irgendwie vorprogrammiert. Bereits beim ersten Balls & Beats im Jahr 2011 kam eine Überraschung, an die er sich gerne erinnert: „Wir wollten zum Start etwas Kleines machen, aber das ist uns sehr positiv entglitten. Wir haben gesagt, wenn 300 Besucher kommen, sind wir schon zufrieden. Es waren dann an die 700 Gäste da“.

Engagement

Das Geheimnis des Erfolgs hat mehrere Gründe. Starkes Engagement und viel persönlicher Einsatz zahlreicher Menschen ist ein wesentlicher. „Ich, die anderen Organisatoren und alle anderen Mitarbeiter beim Fest sind ehrenamtlich tätig. Das kann nur so funktionieren“, erzählt der engagierte Vereinsobmann. Dann kommt professionelle Planung und strukturierte langfristige Arbeitsweise dazu. „Wir haben ungefähr 50 Wochen Vorbereitungszeit für die Veranstaltung. Einige Wochen nach dem Ende beginnen bereits die Planungen für das nächste Jahr“, fährt er fort. „Es gibt unterschiedliche Arbeits- und Aufgabenbereiche wie zum Beispiel Gastronomie, Sport, Technik und so weiter und jeder dieser Bereiche wird von einer Person geleitet. Die Bereichsleiter treffen sich regelmäßig, tauschen sich aus, besprechen, entscheiden und so wächst die Veranstaltung langsam heran.“ Christoph selbst ist so etwas wie der Gesamtkoordinator, er kümmert sich außerdem um die Finanzen und ist auch bei der Musikauswahl beteiligt, aber „grundsätzlich versuchen wir immer alles im Team zu entscheiden. Denn es ist wichtig, dass jeder mitzieht, das jeder mit dem zufrieden ist, was passiert“. Womit er einen weiteren Grund für das gute Gelingen anspricht.

Glück gehört dazu

Das berühmte Quäntchen Glück ist natürlich auch mit dabei. Etwa wenn es um die Musikauswahl geht. „Ich frage mich selbst öfter, wie es gelingt Topstars (heuer beispielsweise die Weltstars von „Cascada“) nach Waidhofen zu bringen“, schildert Christoph. „Dieses Jahr haben wir Glück gehabt“, ergänzt er. „Am schönsten finde ich zu sehen, dass es gelingen kann“.

Vielseitig

Neben dieser Tätigkeit hat Christoph das seit zwei Jahren erfolgreich laufende Waidhofner Sommerkino am Hauptplatz mitorganisiert, er unterstützt den Verein „KIWis“ (Kulturinitiative Waidhofen impulsiv & sozial) und ist außerdem noch beim Verein „hut.kultür“ (Verein zur Förderung der Jugendkultur im Waldviertel) Obmann-Stellvertreter. Beruflich leitet der in Waidhofen geborene und in Kainraths aufgewachsene junge Mann seit 2008 als Geschäftsführer die Geschicke der Waldviertel Akademie.

Bei all diesen Tätigkeiten ist der studierte Kulturmanager in seinem Metier: „Veranstaltungsorganisation im Kulturbereich, so würde ich das definieren. Mein Studium war darauf ausgerichtet, als Kulturmanager eine Schnittstelle zwischen Künstlern, Veranstaltern und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten zu bilden. Ich habe mich da schon immer gesehen, das was ich mache ist genau das Richtige für mich. Ich genieße, was ich tue, auch wenn es oft sehr viel Arbeit ist“, erklärt er abschließend. Schön für ihn, gut für die Stadt Waidhofen und das ganze Waldviertel.

Der Erfolg im Beruf und bei allen Projekten gibt ihm recht. So kann sich die Region auf viele weitere abwechslungsreiche, interessante kulturelle Veranstaltungen freuen, bei denen Christoph Mayer seine Finger im Spiel hat.

www.ballsandbeats.at

www.waldviertelakademie.at

www.hutkultuer.at

www.kiw-is.at

www.sommerkino-waidhofen.at


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