Mit dem Motorrad von Alaska bis Panama
WAIDHOFEN/THAYA. Alfred Blaim präsentiert im November im Stadtsaal eine Diaschau mit dem Titel „Von Alaska nach Panama“. Der in Horn lebende Motorradfan berichtet darin über seine Erlebnisse während einer dreimonatigen Motorradreise durch den nordamerikanischen Kontinent. Tips bat ihn zum Interview.
von ERICH SCHACHERL

Anfang September steckte Alfred Blaim bereits in den Vorbereitungen zur nächsten größeren Motorradtour, während er im Gespräch mit Tips über seine Motorradreise von Alasaka nach Panama erzählte. Seit 2010 erfüllt er sich Jahr für Jahr einen Lebenstraum nach dem anderen, indem er mit dem Motorrad Teile der Welt bereist, die ihn interessieren. Er hat Afrika mit dem Motorrad durchquert, ist von Kolumbien durch Südamerika bis in den Süden des Kontinents gefahren und hat Nordamerika von Nord nach Süd am Rücken seines Stahlrosses erlebt. Davon handelt die Diaschau „Von Alaska nach Panama“, die der leidenschaftliche Weltreisende und Hobbyfotograf Anfang November im Waidhofner Stadtsaal zeigt. Drei Monate war er unterwegs, 20.000 Kilometer hat er zurückgelegt.
Tips:Herr Blaim, Wie sind Sie auf die Idee gekommen, mit dem Motorrad von Alaska nach Panama zu fahren?
Blaim: Ich interessiere mich schon seit meiner Jugend für andere Länder, Menschen und Kulturen. Mein ganzes Leben lang bin ich gereist. Ich bin neugierig und will hinter den Horizont schauen.
Tips:Warum gerade die Tour von Nord nach Süd durch Nordamerika? Sie hätten ja auch beispielsweise in Asien reisen können.
Blaim: Ich war schon einige Male in den USA mit einem Leihmotorrad unterwegs. Da ist mir einmal ein Buch über den Bau des Alaska Highways in die Hände gekommen. Während der Lektüre ist in mir die Sehnsucht erwacht, diesen Highway selbst zu befahren.
Tips:Warum waren Sie mit dem Motorrad unterwegs und nicht mit einem Auto?
Blaim: Ich fahre gerne mit dem Motorrad, eine Leidenschaft die aus meiner Kindheit kommt. Schon als Fünfjähriger bin ich auf dem Motorrad meines Vaters herum geklettert. Mit dem Motorrad fühle ich mich viel naturverbundener.
Tips:Wie plant man so eine mehrmonatige Reise?
Blaim: Ich habe die Reise von der Route her genau geplant und welche Sehenswürdigkeiten ich mir ansehe. Ich plane nicht, wo ich stehenbleibe und übernachte. Und ich habe immer Zeit, wenn sich spontan etwas Interessantes ergibt. Ich bin da offen für Neues, das mir begegnet.
Tips:Wie viele Bilder haben Sie gemacht, wie viele davon sind bei der Diaschau zu sehen?
Blaim: Ungefähr 3000 Fotos habe ich gemacht, etwa 600 zeige ich bei der Show.
Tips:Mit welchem Motorrad sind Sie gefahren?
Blaim: Ich war mit einer BMW F 800 GS unterwegs
Tips:Was waren die schönsten Erlebnisse?
Blaim: Sehr beeindruckt hat mich die spanische Architektur in Mexiko und Mittelamerika, vor allem die fantastischen Kirchen. Dann die Pyramiden der Maya. Sehr ergreifend waren Begegnungen mit Menschen in Mittelamerika. Viele sind extrem arm, aber ihre Menschlichkeit ist viel stärker ausgeprägt als bei uns. Das Naturvolk der Tarahumara-Indianer im Norden Mexikos, die noch so leben wie vor 500 Jahren war ein weiteres Highlight. Die schönste Etappe mit dem Motorrad war die Küstenstraße 1 entlang der Westküste in Kalifornien.
Tips:Gab es auch negative Erlebnisse?
Blaim: Nicht wirklich, eher etwas zum Schmunzeln ist passiert. Außerhalb von Mexiko-City habe ich auf einem Campingplatz übernachtet. Am Morgen waren meine Motorradschuhe und meine Reisetasche weg. Schnell stellte sich heraus, dass der Hund des Campingplatzbesitzers sich die Sachen geholt hatte.
Tips:Wie haben Sie sich auf der Reise verständigt?
Blaim: Ich spreche fließend Englisch und Spanisch habe ich mir selbst soviel beigebracht, dass ich zurechtkomme.


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