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WAIDHOFEN/THAYA. Markus Koller und Otto Nehrer von der Frewilligen Feuerwehr Waidhofen arbeiteten im Zuge des Übungsplanes gemeinsam eine neue Monatsübung für die Mannschaft aus. Die Übungsannahme „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ nahm aber nach kurzer Zeit einen nicht alltäglichen Verlauf und stellte die Übungsteilnehmer vor unerwartete Herausforderungen.

Ursprüngliche Übungsannahme war ein Verkehrsunfall.
  1 / 2   Ursprüngliche Übungsannahme war ein Verkehrsunfall.

Die Mannschaft versammelte sich um 19 Uhr in der Garderobe und Übungsleiter Markus Koller gab dem Einsatzleiter Gerald Zmill die ersten Informationen zur Übung. So wurde im Bereich der Zufahrtsstraße der Firma Henkel ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person von einem LKW-Fahrer gemeldet. Näheres war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Einsatzleiter Gerald Zmill teilte die Mannschaft auf die Fahrzeuge auf und anschließend rückten alle gleichzeitig zum Übungsort aus.

Führungskräfte verloren das Bewusstsein

Vor Ort konnte ein im tiefen Graben stehender PKW vorgefunden werden. Zwei Personen waren noch im Fahrzeug und eine Person lag vor dem Unfallfahrzeug. Bei der ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter fiel dieser plötzlich bewusstlos vor dem Fahrzeug zusammen. Der Fahrzeugkommandant des Schweren Rüstfahrzeuges wollte dem Einsatzleiter zur Hilfe eilen, doch auch er brach vor dem Unfallwagen bewusstlos zusammen. Der in der Nähe befindliche Fahrzeugkommandant des Tanklöschfahrzeug 1 bemerkte die gefährliche Situation, übernahm die Einsatzleitung und lies sofort einen Atemschutztrupp zur Menschenrettung ausrüsten.

Auch in der Realität können sich Situationen schnell ändern

Gleichzeitig wurde ein Gefahrenbereich definiert und an einer geeigneten Stelle zwei Steckleiternteile für den Auf- und Abstieg zur Unfallstelle in Stellung gebracht. Der mit einem Mehrgasmessgerät ausgerüstete Atemschutztrupp zog eine Person nach der anderen aus dem Gefahrenbereich und übergab diese der Mannschaft zur weiteren Rettung über die steile Böschung. Anschließend wurden die bewusstlosen Personen von Feuerwehrmitgliedern betreut und fiktiv dem eintreffenden Rettungsdienst übergeben. Nachdem der Atemschutztrupp Beförderungspapiere von Arzneimitteln im Fahrzeug gefunden hatte, konnte der Einsatzleiter weitere Maßnahmen zur Sicherheit der Mannschaft und der Patienten treffen. Nach kurzer Zeit konnten insgesamt fünf Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Zusätzlich wurden die defekten Arzneimittel-Behältnisse aus dem Fahrzeug geborgen, in Müllsäcke umgefüllt und verschlossen. 

Gefahrensituation schnell erkannnt

Im Zuge der Übungsnachbesprechung zeigten der Übungsleiter und die beiden Übungsbeobachter positive und auch verbesserungswürdige Vorgehensweisen der Übung auf. Besonders hervorgehoben wurde aber die Tatsache, dass die speziellen Übungseinlagen schnell erkannt wurden und die entsprechenden Maßnahmen zur Menschenrettung rasch und koordiniert bewältigt werden konnten.


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