Internationale Investoren lassen Bezirk links liegen
BEZIRK. Eine vor kurzem von der ABA, der Betriebsansiedlungsgesellschaft des Bundes, veröffentlichte Statistik über internationale Unternehmensgründungen in Österreich lässt bei den Wirtschaftsverantwortlichen im oberen Waldviertel die Alarmglocken schrillen. Demnach konnte die ABA im Zeitraum von 2000 bis 2014 keine einzige ausländische Firma dazu bewegen, sich im Bezirk Waidhofen/Thaya niederzulassen. Anderswo gelingt es aber offenbar sehr wohl, denn bundesweit hat die Organisation in den letzten 15 Jahren nach eigenen Angaben 1.195 Unternehmen aus dem Ausland bei ihren Ansiedlungsprojekten auf die Sprünge geholfen.

„Die ABA-Statistik zeigt einmal mehr auf, wie dringend notwendig der Infrastrukturausbau in unserer Region ist“, sagte Reinhart Blumberger, Obmann der Bezirksstelle Waidhofen/Thaya der NÖ Wirtschaftskammer, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Interessenten für einen Betriebsstandort würden heute primär danach entscheiden, ob hochrangige Straßen zur schnellen Erreichbarkeit in der Nähe liegen und ob ein leistungsfähiges Internet- und Handy-Netz verfügbar ist. In diesen Punkten habe der Bezirk Waidhofen/Thaya erkennbaren Aufholbedarf, stellt Blumberger fest.
Nicht nur Industrie, Handel und Gewerbe, auch der Tourismus im oberen Waldviertel zöge aus einer besseren Straße in die Region Vorteile, denn „schließlich wollen auch die Urlauber und Tagesausflügler rasch hierher kommen.“ Einmal mehr fordert der Sprecher der Waidhofener Wirtschaft deshalb den Ausbau der Verbindung nach Wien, aber auch Verbesserungen an der B36 bis zur Staatsgrenze. „Und die Breitband-Offensive brauchen wir unbedingt“, verlangt Blumberger.


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