Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WAIDHOFEN/THAYA. Ende Juli 2016 waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Waidhofen/Thaya insgesamt 669 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind zwar um sieben Betroffene mehr als im Vormonat jedoch um 3,2 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. In Niederösterreich ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 2,8 Prozent auf insgesamt 55.754 gestiegen.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bei den Frauen gesunken, bei den Männern hat sie sich erhöht. 308 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Minus von 35 (oder - 10,2 %), 361 Männer ein Plus von 13 (oder 3,7 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 (oder –15,7 %) auf insgesamt 107 gesunken,“ berichtet Edith Zach, Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya.

„Erfreulich ist, dass die Zahl bei den vorgemerkten Jugendlichen (Personen unter 25 Jahren) sinkt (-13 oder -14,3 %), bei der Gruppe der über 50-jährigen steigt sie jedoch leider weiter an (+ 23 oder +11,1 %),“ so Zach weiter.

Somit waren Ende März 2016 in Summe 776 Personen, davon 669 Arbeitslose und 107 Personen in Schulung (diese werden in der Statistik nicht als arbeitslos gezählt) beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, während es zum Vorjahresstichtag insgesamt 780 Personen waren.

95 offene Stellen (davon 41 sofort verfügbar) waren Ende Juli beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 55 Stellen. Den 21 Lehrstellensuchenden stehen 28 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.

Leicht belebte Konjunktur, aber zu wenig für Abbau der Arbeitslosigkeit

„Entgegen ursprünglicher Erwartungen rechnet die österreichische Nationalbank mit einem verzögerten Effekt der Lohnsteuerreform und damit mit einem moderaten Anstieg des BIP um 1,6 Prozent in diesem Jahr“, erklärt Zach. „Für einen Rückbau der Arbeitslosigkeit benötigen wir allerdings ein Wirtschaftswachstum von mindestens 2 Prozent“, so die Geschäftsstellenleiterin weiter. Das anhaltend steigende niederösterreichische Arbeitskräftepotential wandert zwar zu einem Gutteil (88%) in Beschäftigung ab, 12 Prozent gehen jedoch in Arbeitslosigkeit.

Mehr Langzeitarbeitslose wieder erwerbstätig

Zwar ist die Zahl der Personen aus dem Bezirk, die bereits ein Jahr und länger beim AMS NÖ vorgemerkt sind, im Lauf des ersten Halbjahres um 124,3 Prozent auf durchschnittlich fast 141 Personen weiter angestiegen. Dennoch wurde jede noch so kleine Chance vom AMS zur nachhaltigen Arbeitsmarktintegration 2016 bisher genutzt: 24 Jobsuchende mit einer Vormerkdauer von 365 Tagen und mehr stehen wieder dauerhaft im Berufsleben. Das sind um 72,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden