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Scharfe Kritik an Dukovany-Ausbauplänen auch aus dem Bezirk Waidhofen

Daniel Schmidt, 08.09.2016 14:59

WAIDHOFEN/THAYA. Nur 32 Kilometer liegt das tschechische Atomkraftwerk Dukovany von der Landesgrenze entfernt, das nach Bestreben der tschechischen Regierung um zwei neue Atomreaktoren ausgebaut werden soll. Genau aus diesem Grund wird Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) im Zuge des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung eine Stellungnahme des Landes NÖ mit scharfer Kritik an den Ausblauplänen abgeben. Auch die Volkspartei im Bezirk Waidhofen unterstützt diese ablehnende Haltung und ruft ebenfalls zu einer lautstarken Bewegung gegen Atomkraft vor unserer Haustüre auf.

Bezirksparteiobmann Eduard Köck und Landesrat Stephan Pernkopf kritisieren die Ausbauplänen des AKW Dukovany scharf.

„Atomkraft ist ein nicht beherrschbares Sicherheitsrisiko. Deshalb ist echt wichtig, dass jede und jeder einzelne mit ihrer und seiner Stimme das Land NÖ unterstützt und ein kräftiges Zeichen gegen Atomkraft abgibt“, betont Bundesrat Eduard Köck bei seinem Aufruf zu lautstarkem Protest gegen Atomkraft vor unserer Haustüre.

Konkret unterstützt werden kann die Stellungnahme des Landes Niederösterreich auf www.energiebewegung.at und der Landes-Website www.noel.gv.at. Alle bis 23. September eingelangten Stellungnahmen werden gesammelt den tschechischen Behörden übermittelt.

In der Stellungnahme des Landes sind alle Sicherheitsbedenken aus niederösterreichischer Sicht dokumentiert. Zum einen ist das die direkte Betroffenheit aufgrund der geringen Entfernung zu Niederösterreich. Zum anderen geht es um fehlende Sicherheitsreserven bei Erdbeben, die in europäischen Stress-Tests nach Fukushima festgestellt worden sind. Darüber hinaus ist die Aufrüstung der sicherheitsrelevanten Systeme und Komponenten immer noch nicht abgeschlossen. Zudem ist auch die Haftungsfrage und Situation bezüglich Endlager noch immer ungeklärt.


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