GRÜNEN-Bezirkssprecher Litschauer: "Wollen den Energie-Tausender"
WAIDHOFEN/THAYA. Vor kurzem wurde von der Klubobfrau der GRÜNEN Helga Krismer das Fördermodell für den Energie-Tausender für die Niederösterreicher vorgestellt. Mit dieser Unterstützung ließe sich auch die Energiewende im Bezirk Waidhofen/Thaya wesentlich rascher voran treiben, ist Bezirkssprecher und Landesparteivorstand Martin Litschauer überzeugt. Aktuell fließen jährlich noch immer über 40 Millionen Euro aus dem Bezirk für Energieimporte ab.

„Wir sind in Niederösterreich mit der eigenen Energieagentur eNu im Bundesvergleich gut aufgestellt, was allerdings fehlt, ist mehr Selbstbestimmung für Bürger bei Förderung von Klimamaßnahmen. Wir müssen die Menschen mehr ins Boot holen. Das fossile Zeitalter läuft ab und wir müssen ohne Öl und Gas auskommen können,“ so Litschauer.
Die eine möchte mit dem E-Bike aufs Auto verzichten, der andere möchte eine Photovoltaikanlagen. Heute gibt es keine Förderung auf E-Bikes und für eine PV-Anlage muss gleich ein Kredit aufgenommen werden.
Daher setzen die GRÜNEN auf diese neue Art von Förderung: „Jeder Niederösterreicher soll zusätzlich zu bestehenden Fördermöglichkeiten einmalig dafür belohnt werden, wenn er/sie in Klimaschutzmaßnahmen investiert – mit dem Energie-Tausender.“
Wofür sich die Niederösterreicher den Tausender abholen, bleibt ihnen selbst überlassen: „Das Prinzip Selbstbestimmung und Wahlfreiheit erachte ich hier als besonders wichtig: ob Photovoltaik, Öffi-Ticket, Fahrrad, Wärme mit Sonnenkraft, E-Bike oder E-Auto usw.– es müssen Anschaffungen im Sinne der Energieeffizienz und des Klimaschutzes sein“, erklären Krismer und Litschauer. Die Abwicklung will Krismer ebenfalls unkompliziert halten: „Anschaffungen tätigen, Rechnungen einreichen, Tausender bekommen“, so die Landessprecherin der Grünen Niederösterreich.
Bleibt noch die Frage nach der Finanzierung, die gerne gestellt wird: „Niederösterreich spekuliert mit Steuergeld und parkt Steuergeld in Steueroasen. Wir wollen, dass Niederösterreich in die Menschen und damit in den Klimaschutz investiert, statt spekuliert. Es ist höchste Zeit, die richtigen Prioritäten zu setzen“, so Helga Krismer abschließend.


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