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BEZIRK WAIDHOFEN/THAYA. Erstmals seit Monaten ist die Zahl der vorgemerkten arbeitslosen Personen im Bezirk im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Ende September 2016 waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya insgesamt 632 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 33 Betroffene weniger als im Vormonat aber um 5,9 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. In Niederösterreich ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 2,5 Prozent auf insgesamt 54.043 gestiegen.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern gestiegen. 297 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Plus von 7 (oder + 2,4 %), 335 Männer ein Plus von 28 (oder + 9,1 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 (oder + 7,9 %) auf insgesamt 151 gestiegen,“ informiert die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Zach.

Somit waren Ende August 2016 in Summe 783 Personen, davon 632 Arbeitslose und 151 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, während es zum Vorjahresstichtag insgesamt 737 Personen waren. Mit Ende September waren 43 offene Stellen (davon 21 sofort verfügbar) beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 49 Stellen. Den 14 Lehrstellensuchenden stehen vier offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.

Zahl der vorgemerkten ausländischen Personen steigt

Die Arbeitslosenquote im Bezirk Waidhofen/Thaya liegt bei 6,0 Prozent (Daten August). Außer man hat Migrationshintergrund, dann ist die Wahrscheinlichkeit keinen Job zu finden sehr viel höher. Insgesamt sind 34 Ausländer beim AMS Waidhofen/Thaya arbeitslos gemeldet. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 2008 fast verdreifacht.

„Ein Grundproblem sind die Sprachkenntnisse, die wir mit Deutschkursen abdecken. Natürlich sind durch die steigende Zahl der Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten die Kapazitäten dieser Kurse erhöht worden,“ so Zach. Insgesamt sind im Bezirk 28 Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtigte beim AMS gemeldet, 14 befinden sich in Schulungen.

„Wichtig ist zuerst die Abklärung der Ausbildung, auch weil es in den Heimatländern ganz andere Ausbildungsformen gibt als bei uns. So kann man ein erlerntes Handwerk z.B. nur durch praktisches Vorzeigen abklären. Viele haben keine Unterlagen über ihre Berufslaufbahn, die sie vorlegen können. Bisher konnten zwei Asylberechtigte ein Dienstverhältnis im Bezirk aufnehmen. Wie sehr und wie schnell es gelingen wird auch die übrigen Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten auf dem regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Aus meiner Sicht ist aber Integration der einzige Weg, wie diese Menschen auch langfristig in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Ein weiteres Problem ist die auf den öffentlichen Verkehr beschränkte Mobilität. Hier haben es sich einige Freiwillige zur Aufgabe gemacht, diese Personengruppen intensiv zu betreuen und ihnen bei Amtswegen behilflich zu sein,“ so Zach abschließend.


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