Bezirk Waidhofen/Thaya: Arbeitslosigkeit weiter rückläufig
WAIDHOFEN/THAYA. Ende Oktober waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya 576 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Eine weitere positive Entwicklung ist die Situation bei den Langzeitarbeitslosen. Hier ist die Zahl jener, die länger als zwölf Monate vorgemerkt sind um 5,1 Prozent zurückgegangen.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern rückläufig. Wobei der Rückgang bei den Männern (-10,1%) deutlicher ausfällt, als bei den Frauen (-6,0%). Besonders erfreulich ist, dass sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit auf alle Altersgruppen erstreckt. Wobei der Rückgang bei den Jugendlichen mit -25 Prozent am stärksten und bei der Generation 50+ mit – 1,3 Prozent am schwächsten ausfällt,“ freut sich die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Zach über die positive Entwicklung im Bezirk.
Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist gegenüber Oktober 2016 um 5 (oder – 3,2%) auf insgesamt 151 gesunken. Somit waren Ende Oktober 2017 in Summe 727 Personen, davon 576 Arbeitslose und 151 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, was einem Rückgang von 57 oder -7,3 % gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht.
73 offene Stellen (davon 46 sofort verfügbar) waren mit Ende Oktober beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Dies bedeutet ein Plus von einer Jobvakanz gegenüber dem Vorjahr.
Den elf Lehrstellensuchenden stehen sechs offene Lehrstellen (1 sofort verfügbar) zur Verfügung.
Abbau der Arbeitslosigkeit setzt sich fort
„Am Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen ist zu erkennen, dass der Wirtschaftsmotor auch im Waldviertel auf Touren kommt. Die gute Konjunktur führt auch zu einer stark steigenden Nachfrage an Arbeitskräften. Diese Entwicklung zeigt sich im gesamten Bundesgebiet. Wenn die Zahl der Jobangebote steigt, können wir unseren KundInnen auch mehr Vermittlungsvorschläge unterbreiten“, analysiert Edith Zach.
Aber: „Wer hier nicht kooperieren will und eine zumutbare Stelle (in der Region, aber auch im gesamten Bundesgebiet) nicht annimmt, muss mit Konsequenzen rechnen,“ stellt Edith Zach klar. In Niederösterreich haben die AMS-Berater heuer bisher in 3.443 Fällen eine Sperre des Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezuges wegen Arbeitsverweigerung oder –vereitelung verhängt. Im Bezirk musste der Bezug aus den oben genannten Gründen heuer 16 Mal gesperrt werden. Auch hier zeigt sich der Bezirk von seiner besten Seite. Während in Niederösterreich die Zahl der verhängten Sperren steigt, liegt der Bezirk bisher deutlich unter dem Vorjahreswert.
Entwicklung in den Gemeinden unterschiedlich
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk setzt sich nicht in allen Gemeinden fort. Hier gibt es große Unterschiede. So ist die Zahl jener Personen, die derzeit beim AMS vorgemerkt ist in der Gemeinde Kautzen mit -51,7 Prozent gefolgt von der Gemeinde Waidhofen/Thaya Land mit – 42,1 Prozent am Stärksten zurückgegangen. In der Gemeinde Waldkirchen ist die Arbeitslosigkeit hingegen um 87,5 Prozent und in Groß Siegharts um 22,6 Prozent gestiegen.


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