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WAIDHOFEN/YBBS. Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt am Mittwoch, 11. Mai 2016, um 20.30 Uhr und am Donnerstag, 12. Mai 2016, um 18.15 Uhr den Film „Suffragette - Taten statt Worte“ in der Filmbühne Waidhofen an der Ybbs.

Die Britin Sarah Gavron führte Regie. Foto: Filmladen
Die Britin Sarah Gavron führte Regie. Foto: Filmladen

Maud Watts (Carey Mulligan) ist eine junge Frau aus dem Londoner East End. Seitdem sie sieben Jahre alt ist, arbeitet sie in einer feuchtkalten Wäscherei, wo Verletzungen und Krankheiten an der Tagesordnung sind. Als Maud losgeschickt wird, ein Paket abzuliefern, findet sie sich mitten in London in einem Aufstand wieder. Suffragetten werfen Schaufenster von Kaufhäusern ein - sie protestieren schon seit Jahrzehnten gegen die Ungleichbehandlung der Frauen und drängen darauf, dass auch ihnen endlich das Wahlrecht eingeräumt wird. Maud ist zunächst hin- und hergerissen: Die Szenen, die sich vor ihren Augen abspielen, verwirren sie, geben ihr aber auch Mut. Und dann sieht sie überraschend eine Kollegin aus der Wäscherei unter diesen Frauen: Violet (Anne-Marie Duff). Die macht aus ihrer politischen Haltung keinen Hehl und spürt Mauds Faszination. Obwohl Maud sich zunächst sträubt, lässt Violet nicht locker und versucht, die junge Frau für die Sache der Suffragetten zu begeistern. Die möglichen Risiken machen Maud zwar Angst, dennoch erkennt sie schnell, dass es ohne ein Wahlrecht für Frauen keine Aussicht auf eine bessere Zukunft geben kann. Als sie schließlich die mitreißende Apothekerin Edith (Helena Bonham Carter) kennenlernt, wird Mauds Interesse zusätzlich entfacht. Schließlich dient Ediths Hinterzimmer im Laden, als geheimer Treffpunkt der Suffragetten. Fesselnd wie ein Thriller erzählt „Suffragette – Taten statt Worte“ die spannende und inspirierende Geschichte von Mauds herzzerreißendem Kampf um Würde und Selbstbestimmung.

ZUM HINTERGRUND

1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien die „Women“s Social and Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpfte sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau und für heute so selbstverständliche Dinge wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die sogenannten „Suffragetten“ waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren - ihre Arbeit, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben.


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