Mike Mills "Jahrhundertfrauen" als Filmzuckerl
WAIDHOFEN/YBBS. Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt „Jahrhundertfrauen“ (“20th Century Women“) am Mittwoch, 15. November, um 20.30 und am Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr im Original mit Untertiteln in der Filmbühne Waidhofen/Ybbs.

Regisseur Mike Mills (“Thumbsucker“, Beginners“) gelingt mit „Jahrhundertfrauen“ ein Stück intelligentes, witziges und mitreißend gespieltes Unterhaltungskino.“ Der Film ist eine filmische Liebeserklärung an drei sehr unterschiedliche Frauengenerationen. „Jahrhundertfrauen“ war bei den Golden Globes 2017 in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Schauspielerin“ nominiert und erhielt eine Oscar-Nominierung für das „Beste Originaldrehbuch“. Regisseur Mike Mills ließ sich zu diesem gefühlvollen Drama voller Witz und Wärme von seiner Mutter und weiteren Frauen, die sein Leben nachhaltig geprägt haben, inspirieren.
Mütter machen Männer
Kalifornien, 1979: eine wilde, inspirierende Zeit der kulturellen Umbrüche, Freiheit liegt in der Luft. Dorothea Fields (Annette Bening), eine energische und selbstbewusste Frau Mitte 50, erzieht ihren fünfzehnjährigen Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann) ohne den Vater. Da sie sich für diese Aufgabe nicht jung genug fühlt, sucht sie nach Unterstützung, um aus ihm einen „guten Mann“ zu machen. In der freigeistigen und kreativen Punk-Fotografin Abbie (Greta Gerwig), die ein Zimmer in Dorotheas großem Haus in Santa Barbara bewohnt und in Jamies bester Freundin, der 17-jährigen Julie, ein gleichermaßen intelligentes wie provokatives Mädchen, das im Haus der Fields einen Zufluchtsort vor eigenen Problemen gefunden hat, meint sie diese zu finden. Gemeinsam starten die drei Frauen den Versuch, Jamie allerlei Ratschläge mit auf den Weg zu geben und zu ergründen, was es heißt, tatsächlich ein Mann in jener Zeit zu sein. Anfangs noch in der Hoffnung, Erkenntnisse zu finden, weiß der 15-Jährige schon bald nicht mehr, an welches Weltbild er eigentlich glauben soll. So verschieden die vier Charaktere im Grunde sind, letztlich stehen alle vier füreinander ein und es gelingt ihnen eine Bindung für das ganze Leben zu schaffen. Neben der Familiengeschichte, die „Jahrhundertfrauen“ (“20th Century Women“) erzählt, entwickelt der Film in diversen Rückblenden auch ein Zeitporträt der Carter- und Reagan-Ära sowie der Musikszene im nahen Los Angeles.


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