Österreichische Erstaufführung von Daniel Muck
WAIDHOFEN/YBBS. Das Waidhofner Kammerorchester lädt heuer am Sonntag, 24. Juni, um 11 Uhr ins Schlosscenter zum diesjährigen Sommerkonzert.

Am Programm bei den insgesamt drei Konzerten (Zusatztermine: 23. Juni um 19 Uhr in der Basilika Maria Dreieichen und 25. Juni um 19.30 Uhr im Stift Melk) stehen unter dem künstlerischen Leiter und Dirigenten Wolfgang Sobotka die österreichische Erstaufführung des Stücks „BRAN – Schloss Dracula“ von Daniel Muck. „Dieses Schloss ist einerseits sehr interessant, da es in der Monarchie in Siebenbürgen gelegen – trotz weiter Entfernung – Teil unseres Kaiserreichs war. Andererseits macht es der Mythos um Graf Dracula noch außergewöhnlicher; eine Geschichte, die seit vielen, vielen Jahren Menschen auf der ganzen Erde beschäftigt“, sagt Daniel Muck über seine Beweggründe, das Stück „BRAN – Schloss Dracula“ zu komponieren. In der Komposition, mit der die diesjährigen Sommerkonzerte des Waidhofner Kammerorchesters eröffnet werden, greift Muck Geschichten rund um Graf Dracula und landschaftliche Eindrücke auf und verarbeitet diese musikalisch. „Verschiedene Charaktere der Sagen werden mit Leitmotiven beschrieben und weitergeführt; es ist wie ein Flug über das ganze Arial von Bran, dessen Landschaft und Wälder“, so der erfolgreiche Jungkomponist.
Mozart und Tschaikowski
Im Anschluss an die österreichische Erstaufführung wird das Kammerorchester Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622 zum Besten geben. Das Salzburger Wunderkind komponierte das Meisterwerk für den befreundeten Klarinettenvirtuosen Anton Stadler. Für den Solopart bei den Sommerkonzerten konnte Stefan Neubauer, Klarinettist an der Wiener Staatsoper, gewonnen werden. Zum Abschluss der Sommerkonzerte wird das Kammerorchester P. I. Tschaikowskis Sinfonie Nr. 5 in e-moll op. 64 präsentieren. Gewidmet wurde das Stück dem deutschen Musiklehrer, Musikkritiker und Musikschriftsteller Johann Theodor Friedrich Avé-Lallemant. Tschaikowski selbst bezeichnete seine fünfte Sinfonie als ein „misslungenes Werk“: „Sie ist zu bunt, zu massig, zu unaufrichtig, zu lang, überhaupt wenig ansprechend“, schrieb der Komponist. Heute jedoch zählt die fünfte zu den beliebtesten Sinfonien Tschaikowskis.


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