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WAIDHOFEN/YBBS. Zwischen 6. und 27. August  2019 verwandelt sich der Schlosshof des Rothschildschlosses in Waidhofen/Ybbs heuer zum bereits neunten Mal in Folge in einen Kinosaal unter Sternen, wenn jeweils am Dienstag um 21 Uhr zum Schlosshofkino geladen wird. Den Auftakt macht das Großstadtmärchen „Cleo“, die Berliner Antwort auf „Die fabelhafte Welt der Amélie“. 

Den Auftakt des heurigen Schlosshofkinos macht der deutscher Film "Cleo". Foto: DETAiLFILM_JohannesLouis

Mit viel Liebe zum Detail und gespickt mit überraschenden visuellen Effekten erzählt der preisgekrönte Kurzfilmregisseur Erik Schmitt (“Nashorn im Galopp“) in seinem Spielfilmdebüt die wunderbare Geschichte einer ersten Liebe und von einer ganz besonderen Reise durch die Zeit. Im Zentrum des Films steht die verträumte Cleo, eine junge Frau, die sich ihrer Heimatstadt Berlin auf ganz besondere Weise verbunden fühlt. Ihr größter Wunsch ist es, die Zeit zurückzudrehen – mithilfe einer magischen Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass in der Zeit der Weimarer Republik einst erbeutet wurde und seither verschollen ist, soll das gelingen. Die junge Frau hofft, so den frühen Tod ihrer Eltern verhindern zu können. Eines Tages begegnet sie dem Abenteurer Paul, der auf einem Hausboot lebt und eine Schatzkarte ersteigert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf einen aufregenden Trip durch die pulsierende Großstadt, bei der Cleo nicht nur auf verrückte Typen und urbane Legenden trifft, sondern auch Paul langsam näher kommt. Angekommen im Untergrund Berlins muss sich Cleo die wichtigste aller Fragen stellen: Soll sie die Zeit überhaupt zurückdrehen?

100 Motive in 50 Drehtagen 

„Cleo“ wurde an 50 Drehtagen an 100 Motiven in, um und auch unter Berlin gedreht. Der Film vereinigt „In-Camera“-Effekte, also Tricks, die direkt am Set hergestellt wurden, mit digital bearbeiteten Effekten (die schwarzweißen Geister wie Einstein und Marlene Dietrich) bis hin zu Stop-Motion- und Lege-Tricks. Die Gebrüder Sass gab es wirklich, den im Film besprochenen Schatz auch. Er wurde tatsächlich nie gefunden und wird im Grunewald vermutet. Dass er wie im Film genau unter dem heutigen Teufelsberg liegt, ist theoretisch zwar möglich, aber ausgedacht. Es gibt heute noch Schatzsucher, die darauf hoffen ihn zu finden. „Cleo“ wurde bei der diesjährigen Berlinale als Eröffnungsfilm der Sektion „Generation Kplus“ uraufgeführt.

Heitere Leichtigkeit 

Regisseur Erik Schmitt sagt über „Cleo“: „Berlin hat eine ganz eigene und besondere Geschichte erlebt und es ging mir darum, einen Film zu machen, den nur diese Stadt erzählen kann. Berlin hat es in den letzten 20 Jahren geschafft, trotz traumatisierenden Erfahrungen in der Vergangenheit – von den Bomben über der Stadt bis hin zum Mauerbau, der unzählige Familien getrennt hat – zum Symbol von Freiheit, Leichtigkeit und Kreativität zu werden. Und so kam die Frage: Wie kann man das auf einen Film übertragen? Auf der einen Seite geht es in „Cleo“ um tragische und traumatische Erlebnisse, um eine gewisse Melancholie – und trotzdem ist es teilweise sehr heiter und leicht erzählt.“

Kulinarischer Genuss inklusive

Für das leibliche Wohl beim Schlosshofkino sorgt einmal mehr Schlosswirt Andreas Plappert. Dabei kann man auch heuer wieder das Schosshofkino vom „Schlosswirt-Gastro-Sitzplatz“ aus genießen und so cineastischen und kulinarischen Genuss perfekt miteinander verbinden. Tischreservierungen werden unter 07442/53657 angenommen.

Bei Schlechtwetter findet die Vorführung um 21 Uhr im Kristallsaal des Rothschildschlosses statt. Karten für das Schlosshofkino sind im Weltladen Waidhofen/Ybbs, Unterer Stadtplatz 37, 3340 Waidhofen/Ybbs, online unter ntry.at sowie am Vorstellungstag an der Abendkasse erhältlich.

Dienstag, 6. August 2019

Schloss Rothschild (bei Schlechtwetter: Kristallsaal)

Beginn: 21 Uhr

Eintritt: Vorverkauf EUR 9,-/ermäßigt Euro 7,- (für Schüler, Studenten, Filmzuckerl-Mitglieder) Abendkasse: EUR 10,- /ermäßigt: EUR 8,- (für Schüler, Studenten, Filmzuckerl-Mitglieder)

Schlosswirt Gastro-Sitzplätze

Telefon: 07442/53657

Information

Telefon: 0680/1107622

www.filmzuckerl.at


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