Vernissage "Leibundzeichenübungen" von Claudia-Maria Luenig und Tone Fink
WAIDHOFEN/YBBS. Am Freitag, 11. Oktober, lädt die Stadtgalerie um 19 Uhr zur Vernissage der beiden Künstler Claudia-Maria Luenig und Tone Fink. Die Ausstellung ist im Anschluss bis einschließlich Sonntag, 3. November, zu sehen. Kuratiert wird die Ausstellung von Klaudia Stöckl.

Die Begrüßung übernimmt Kulturstadträtin Nadja Koger. Zur Ausstellung spricht Lucas Gehrmann, Kurator der Kunsthalle Wien. Die beiden Künster loten die Räumlichkeiten der Stadtgalerie mit zwei unterschiedlichen Zugängen aus.
Papierkünstler Tone Fink aus Vorarlberg
„Fink ist wohl Österreichs bedeutendster Vertreter der Papierobjektkunst. Vom Wesen her ist er aber Zeichner und nicht Bildhauer oder Maler wie viele anderen Papierkünstler. Seine intensive Auseinandersetzung mit dem Papier ließ ihn aber dennoch zum Maler und Bildhauer werden. Für 'seine' Papierkunst bringt Tone Fink eine spezielle Begabung mit. In seinen Werken fällt sofort die große Lebendigkeit der Oberfläche auf. Selbst in traditionellen figürlichen Zeichnungen lebt alles vom Reichtum seines Striches. Nie ist etwas glatt oder scharf definiert. Alles ist wollig, haarig, strichelig, wellig oder rauh und kratzig und erregt dazu noch viele andere Tastempfindungen, die man aus der Natur und von Menschenwerken eigentlich gar nicht kennt.“ (Aukt. Kat. Wien, im Kinsky = Meisterwerke. 10.05.2011)
Körper und Raum
Die Arbeiten der gebürtigen Deutschen und in Wien lebenden Künstlerin Claudia-Maria Luenig beschäftigen sich mit Körper (Hüllen) und Raum. Körper und Raum befinden sich in einer permanenten wechselseitigen Beziehung. Der Körper selbst ist ein Ort mit einem korrespondierenden Volumen. Jeder Körper hat eine Haut, welche die körperliche Identität gegen das Äußere absetzt und gleichzeitig einen Berührungspunkt erstellt durch welchen der Körper das Umfeld betritt. Die Körperoberfläche - die Haut - bietet nicht nur eine Möglichkeit des Kontaktes und der Berührung, sondern auch des Überschreitens von körperlichen und geistigen Grenzen.
„Wir freuen uns sehr auf das spannende Zusammenspiel dieser beiden Raumkünstler und die uns erwartenden ,Leibundzeichenübungen'“, so Kuratorin Klaudia Stöckl. Der Eintritt ist frei.


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