Zeitgenössische Volksmusik mit "Alma"
WAIDHOFEN/YBBS. Am Donnerstag, 12. März, kommt um 20 Uhr mit Alma und ihrem Programm Frye zeitgenössische Volksmusik in den Plenkersaal.

Musikalische Bewegungsfreiheit ist für Alam der Quell ihrer Inspiration, und zugleich die größte Herausforderung: sich immer wieder neu zu finden und zu erfinden, aus der Quelle der Tradition zu schöpfen und mit der eigenen Kreativität zu verbinden, das Eigene und das Andere zu einem großen Ganzen zu verbinden.
Auseinandersetzung mit Freiheit
Ein neues Programm zu erarbeiten erfordert die Auseinandersetzung mit Freiheit in mehrerlei Hinsicht: Der individuellen Freiheit am Instrument, der persönlich künstlerischen Freiheit – oder deren Einschränkung – im Zuge des demokratischen Arbeitsprozesses, und der Freiheit als Ensemble in der Auseinandersetzung mit Quellen, deren Veränderung, und des Innovationsprozesses einer musikalischen Strömung, auf die weite Teile der Bevölkerung eines Landes persönlichen Besitzanspruch erhebt: der {zeitgenössischen} Volksmusik.
Moderne, lässige Volksmusik
Alma haben der traditionellen Volksmusik ein modernes, lässiges Gewand übergeworfen ohne sie dabei zu verkleiden: Julia Lacherstorfer, Matteo Haitzmann, Marlene Lacherstorfer, Evelyn Mair und Marie-Theres Stickler spielen Geige, Bass und Akkordeon, sie singen und jodeln, beschwingt und humorvoll, gefühlvoll und melancholisch. Almas Musik löst Emotionen aus, sie kommt direkt aus der Seele und möchte Menschen dort erreichen, wo deren eigene Wurzeln schlummern.
Neun Jahre Alma
Seit 2011 verbindet Alma volksmusikalische Bodenständigkeit spielerisch mit komplexen Arrangements und tourt damit durch die Weltgeschichte. Weil ganz selbstverständlich Klassik und Volksmusik, Ländler und Polka, Jodler und Walzer, Bourrée und Musette Seite an Seite erklingen, weil alles, ob Freude, Glück oder Melancholie, echt ist, weil hier jeder Ton mit großem Respekt gesetzt und der Inspiration immer genügend Raum gelassen wird, sprengt Almas Musik Grenzen ohne mit musikalischen Traditionen zu brechen.
Im Herbst: viertes Album
2013 erschien ihr Debütalbum Nativa auf dem Label col legno, ihr zweites Album Transalpin folgte im Mai 2015. Das dritte Album mit dem dadaistischen Titel Oeo folgt 2017 und ist dem Esperanto der alpenländischen Musik gewidmet. Die Welthilfssprache, die der internationalen Kommunikation dient, hat im Alpenraum eine Schwesternsprache, die auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Wie kann das sein? Ganz einfach: Die wohlklingende Sprachmelodie des Jodelns kann Botschaften weiterleiten, denen die Hochsprache nie nachkommt: Gefühlstimmungen ausdrücken, die Zeit überdauern oder einfach glücklich machen. Seit Jänner 2019 arbeiten ALMA intensiv an der Veröffentlichung ihres viertes Albums, das im Herbst auf Sony Classical erscheinen soll, und der Musik der Stille gewidmet ist.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden