„Ötscherbärin“ zieht sich aus
WAIDHOFEN/YBBS. Das Vermummungsverbot ist seit Oktober in Kraft und trifft vor allen Dingen auch die Kinder, die nun auf ihre liebgewonnenen Maskottchen verzichten müssen.

Eines dieser Maskottchen machte als „Ötscherbärin“ jahrelang ehrenamtlich Werbung für das Ötschergebiet. Bei ihren Auftritten traf sie auch einmal auf den amtierenden ÖVP-Innenminister, sind doch Wolfgang Sobotka als „Ötscherbärin“ Renate Wachauer gebürtige Waidhofner. Sicherheitshalber hat Wachauer das Kostüm jetzt an den „Nagel“ gehängt, weil sie den Behörden und der Polizei Umstände ersparen will. Denn: Ihre vielen Auftritte führte sie kostenlos und nur zur Freude der Kinder und junggebliebenen Erwachsenen durch – daher auch keine Sonderbewilligung für einen beruflichen Auftritt. Vom Verbot ausgenommen sind zum Beispiel Clowns (in Ausübung ihres Berufes) oder angemeldete Faschingsumzüge und Perchtenläufe. Solchen Spitzfindigkeiten des Gesetzgebers will sich die „Ötscherbärin“ aber nicht ausliefern und setzt mit dem totalen Verzicht ein Zeichen. So lange das Gesetz also besteht, bleibt das Kostüm weiter im Kasten.


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