Jurybesuch Stadterneuerung in Waidhofen
Waidhofen/Ybbs. Waidhofen ist 2018 Sieger des NÖ Dorf- und Stadterneuerungswettbewerbs und darf heuer das Bundesland Niederösterreich beim europaweiten Bewerb vertreten. Am Donnerstag, 7. Juni, war es soweit: Die Jury besuchte Waidhofen.

Bürgermeister Werner Krammer begrüßte die Juroren im Offenen Rathaus: Beatrix Drago von der bayrischen Verwaltung für ländliche Entwicklung München, Arno Friesing, vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz Luxemburg sowie Hans Verheijen, Bürgermeister von Beuningen, in den Niederlanden.
Bürgermeister Krammer stellte die Stadt als Lebensraum, Kuturraum sowie Wirtschaftsraum, die Marke und die Grundzüge der Stadterneuerung vor. EU-Gemeinderätin Julia Sattler (WVP) sprach über das Miteinander, Integration und Inklusion, Gemeinderätin Nadja Koger (WVP) über die Stadt mit sozialer Verantwortung. Nach einem Zwischenstopp am Hohen Markt, wo „Hoher-Markt-Kümmerer“ Christoph Dahdal die die aktuellen Entwicklungen vorstellte, ging die Fahrt im Kleinbus nach Konradsheim, zum „Haus Konradsheim“. Dorferneuerungsobmann-Stellvertreter Matthias Hönickl, Landjugendmitglied Daniel Gröbl sowie Musikobmann Markus Hönickl stellten Konradsheim und herausragende Projekte vor, die miteinander umgesetzt wurden. Anschließend ging es weiter nach Windhag – erst wurde die Gschnaiter Höhe besucht, wo die Jury von Alphornklängen begrüßt wurde. Dort begrüßte WVP-Vizebürgermeister Mario Wührer ganz herzlich.
In Konradsheim und Windhag wurden auch Kostproben der landwirtschaftlichen Produkte wie Schaflkäse- und Speckbrote serviert. Bei einem Halt bei der Plattform beim Schloss an der Eisenstraße, mit Blick auf Schloss Rothschild und den Steg, lud Mostbaron Johannes Scheiblauer auf ein Glas Birnensekt ein.
Positives Feedback
Darauf folgte die Feedbackrunde im Pavillon des Tourismusbüros. Die Jury gratulierte der Stadt zur großartigen Entwicklung und dem Miteinander von Stadt und Land, das sie bei der Bereisung deutlich spürten, so Beatrix Drago. „Sie können stolz sein auf das, was sie geschaffen haben. Sie gehören zu den besten in Europa“, sagte Bürgermeister Hans Verheijen in der Feedbackrunde. Aufholbedarf orteten die Juroren in der Mobilität – dem öffentlichen Verkehr von den Ortsteilen in die Innenstadt, sowie bei Alternativenergie.
Den Abschluss fand der Vormittag bei der Schwarzen Kuchl, wo noch musikalische und kulinarische Leckerbissen aufgetischt wurden. „Unser Waidhofen ist die Stadt der Vielfalt – es ist nicht alles rosig, aber wir gehen offen und mit vielen Ideen in die Zukunft“, sagte Bürgermeister Krammer, der schon gespannt auf das Ergebnis ist.
Insgesamt matchen sich 23 Dörfer aus neun verschiedenen Staaten um den begehrten Europäischen Dorferneuerungspreis 2018, der unter dem Motto „weiter denken“ steht. Voraussichtlich Ende Juni werden die Gewinner in verschiedenen Kategorien bekannt gegeben.


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