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WAIDHOFEN/YBBS. Luchsmutter Cleo und ihr Jungtier Simba halten Waidhofen auf Trab. Nachdem die beiden Tiere Ende Juli aus ihrem Gehege im Naturpark Buchenberg entkommen sind, ist die Suche nach den beiden Wildkatzen Thema Nummer eins.

CleoFotos: Team Buchenberg
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„Offenbar wurde der Gehegezaun aufgezwickt. So konnte das Jungtier entkommen und die Mutter ist ihm hinterhergesprungen“, vermutet der Geschäftsführer des Naturparks Buchenberg Andreas Plachy. Seitdem gab es zahlreiche Sichtungen der Bevölkerung auf dem Buchenberg, die auch mit Fotos und Videos belegt wurden. Bisher wurde einiges unternommen, um die Tiere wieder einzufangen. Ein Luchsexperte des Nationalparks Kalkalpen, Christian Fuxjäger, wurde hinzugezogen und die Stadt Waidhofen hat Experten vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien angefordert. Lebendfallen wurden aufgestellt, Wildkameras installiert, Teams waren mit Betäubungsgewehren im Einsatz. Bis Redaktionsschluss blieben alle Maßnahmen jedoch erfolglos. „Seit Donnerstag, 30. August, gab es keine Sichtung mehr“, sagt Plachy, der vermutet, dass die beiden Tiere längst über alle Berge sind. Die Experten der Veterinärmedizinischen Uni hätten am 4. September wieder im Einsatz sein sollen. Aufgrund der Wetterverhältnisse wurde der Termin jedoch abgesagt – bei Regen verkriechen sich die Wildkatzen. Die Experten stehen jedoch auf Abruf bereit, sollte eine weitere Sichtung stattfinden.

Buchenberg geperrt

Nachdem das Muttertier den Hund einer am Buchenberg spazierengehenden Familie attackiert und verletzt hatte, sah sich die Stadt veranlasst, den Buchenberg zu sperren. „Aufgrund dieses Vorfalles rate ich allen Waidhofnern dringend von einem Besuch des Buchenbergs ab. Die Sicherheit der Bevölkerung ist unser höchstes Anliegen“, so WVP-Bürgermeister Werner Krammer. Grundsätzlich sehen Andreas Plachy und Luchsexperte Fuxjäger die Lage entspannt, ein Luchs habe noch nie einen Menschen angefallen. Hundebesitzer sollten den Buchenberg dennoch meiden, da das Weibchen ihren Nachwuchs bei zu großer Nähe instinktmäßig verteidigt.

Plachy wünscht „alles Gute“

Nach 42 Tagen, laut Andreas Plachy mit 12. September, stehen die Tiere nicht mehr im Eigentum des Tierparks. Sie gelten dann als nicht jagdbare Wildtiere und dürfen weder eingefangen noch gejagt werden. Tierparkleiter Andreas Plachy verfolgt die Thematik aber weiter, da er möchte, „dass es den Tieren gutgeht“. Zur aktuellen Lage äußerte er sich in einer Presseaussendung wie folgt: „Wir bedanken uns bei allen Helfern für die Unterstützung bei der Suchaktion nach Cleo und Simba. Ab dem 12. September gelten die beiden als Wildtiere und stehen unter Schutz. Wir als Team Buchenberg wünschen den beiden alles Gute!“ Ganz so entspannt sieht dies die Stadt Waidhofen jedoch nicht. „Experten raten weiterhin dazu, die Tiere einzufangen, worum wir uns auch bemühen werden. Die Behörde kann die Frist verlängern“, so Christoph Etlinger, Leiter des Bürgermeisterbüros

Bei einer Sichtung bitte Stadtförster Georg Brenn unter Telefonnummer 0676/88511143 informieren


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