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WAIDHOFEN/YBBS. Bergretter und andere Freiwillige standen in diesem Winter schon mehrfach im Fokus des Geschehens, sie schaufeln, analysieren Gefahren – tagelang war das Land im Ausnahmezustand. Nur durch ständiges Üben kann ein Bergretter den vielfachen Anforderungen gerecht werden. 44 Bergretter der Ortsstellen Amstetten und Waidhofen/Ybbs, darunter auch vier Aufnahmekandidaten, absolvierten eine zweitägige Schulung mit Bezug auf winterliche Rettungseinsätze und ganz besonders in Lawinenrettung auf der Forsteralm in Gaflenz.

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In mehreren Gruppen wurden das weitreichende Spektrum an medizinischer alpiner Erstversorgung, Transport und Lagerungen im Akja und Bergrettungstechniken geübt. Ein weiteres Schwerpunktthema war die Schneelawine, was aufgrund des dramatischen Winters der letzten Wochen aktueller denn je ist. Auf der Forsteralm herrschten für die Übungsannahmen mit mehr als 1,25 Meter Schneelage die besten Voraussetzungen.

Lawineneinsatzübung bei idealen Bedingungen

Am zweiten Tag gab es eine Lawineneinsatzübung, dabei wurde vor allem auch das rasche Sondieren mittels Menschenkette geübt, zu der man eine größere Anzahl von Helfern braucht. Die Übungsbedingungen waren durch das schöne Wetter ideal und alle Bergretter waren höchst motiviert bei der Arbeit. Alle Bergretter und Anwärter haben ihr Wissen und Können weiter perfektioniert und sind somit bestens gerüstet. Was sie auch gleich unter Beweis stellen durften

Echter Rodelunfall am Schnabelberg/Hahnlreith

Unmittelbar nach der Übung wurden die Bergretter zu einem Einsatz am Schnabelberg alarmiert. Vier Personen hatten den wunderschönen Tag genutzt, um eine Rodelpartie am Hausberg der Waidhofner zu unternehmen. Eine Rodlerin übersah den verschneiten Weg, der quer über die Hahnlreith-Wiese führte. Dieser entpuppte sich quasi als Sprungschanze. Der Sturz war fatal, di Frau zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Sieben Bergretter stiegen vom Haus „Oberreitbauer“ über meterhohe Schneeverwehungen zur Verunfallten auf. Nach entsprechender Erstversorgung begann der Abtransport per Akja, wobei noch zwei, die Abfahrt versperrende, quer liegende Bäume freigeschnitten werden mussten. Etwa zwei Stunden nach Einsatzbeginn konnte die Verletzte beim Haus „Oberreitbauer“ der Rettung des Roten Kreuzes Waidhofen übergeben werden.


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