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WAIDHOFEN/YBBS. Der achte Klimaprotest marschiert am Samstag, 9. November 2019, vom Viaduktparkplatz los. Treffpunkt ist wie immer um 11.15 Uhr. Vom Vater von Raphael Kößl, Mit-Initiator der Waidhofner Klimaproteste, erreichte uns folgender Leserbrief.

Zum 8. Klimaprotest erreichte uns von Franz Kößl ein Leserbrief. Foto: Karin Novak
Zum 8. Klimaprotest erreichte uns von Franz Kößl ein Leserbrief. Foto: Karin Novak

„Die Bauern sind die erste große Gruppe, die unter der Klimakrise leidet“, lese ich in den letzten Wochen immer wieder in den lokalen Medien. Die Trockenheit führt zu Schäden an den Wiesen und Wäldern durch massiven Schädlingsbefall – auch im Ybbstal.

Gemeinsam Anreize für Veränderung schaffen

Ich habe eine Vision: Die Bauern der Region gehen für dringend notwendige Maßnahmen auf die Straße und treffen dort auf andere Menschen aus der Zivilgesellschaft und fordern gemeinsam eine Veränderung der Anreizsysteme in der Agrarpolitik hin zu einer kleinstrukturierten Landwirtschaft. Die Konsumenten können verstärkt gesunde Lebensmittel aus der Region genießen. Es wird damit eine große Menge an CO2 eingespart. Statt zu jammern verwenden die Bäuerinnen und Bauern ihre Energie für den nötigen ökologischen Umbau der Gesellschaft. Gemeinsam können wir etwas verändern.

Politischer Einsatz außerhalb des Unterrichts

Es war in den letzten Monaten faszinierend, wie vorwiegend junge Menschen sich bei den „Fridays for future“ für eine lebenswerte Zukunft in großer Zahl engagiert haben – auch in den Schulen des Ybbstals. Ich habe eine Vision: Lehrerinnen und Lehrer vermitteln ihr Wissen und ihre Überzeugung nicht nur im Klassenraum, sondern zeigen ihren Glauben an zukunftsträchtige Veränderungen auch in der Öffentlichkeit. Sie lehren politischen Einsatz nicht nur in der Theorie, sondern tragen an ihrem freien Wochenende mit ihren Schülerinnen und Schülern als Motivator und Vorbild Transparente für ein klares Klimaprogramm der österreichischen Bundesregierung durch die Stadt. „Wir haben keinen Planeten B“! Gemeinsam können wir etwas verändern.

„Nicht wie gelähmt sitzen bleiben“

Als Waidhofner Bauernkind und ehemaliger Lehrer freue ich mich, wenn ihr nicht wie gelähmt sitzen bleibt, sondern Euch mit uns am kommenden Samstag um 11.15 Uhr in Bewegung setzt. Es kostet nur eine Stunde Zeit – gemeinsam können wir viel erreichen.


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