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10. Auflage des Klimaprotests: Rückenwind für eine ambitionierte Klimapolitik

Karin Novak, 08.01.2020 07:55

WAIDHOFEN/YBBS. Engagierte Bürger aus Waidhofen/Ybbs und der näheren Umgebung rufen am Samstag, 11. Jänner 2020; zum 10. Waidhofner Klimaprotest auf. Treffpunkt ist um 11:15 Uhr am Viaduktparkplatz, die Abschlusskundgebung beim Forellenbrunnen. 

Fotos: Raphael Kößl
  1 / 2   Fotos: Raphael Kößl

„Wir wollen Rückenwind für eine ambitionierte Klimapolitik vonseiten der österreichischen Bundesregierung sein. Die Absichtserklärungen im Regierungsprogramm sind sicher ein Fortschritt gegenüber den letzten beiden Regierungen, aber sie müssen schnell umgesetzt werden. Nur eine rasche und signifikante Reduktion der Treibhausgase hilft im Kampf gegen die Klimakrise – das ist die Messlatte. Der neuen Bundesregierung sagen wir klar: Seid mutig! Wenn ihr aber weiter zögert, werden wir laut Widerstand leisten!“, so Raphael Kößl aus dem Klimaprotest Organisationsteam.

Im Fokus: das Artensterben

Im Zentrum des Protests steht dieses Mal das Artensterben. Durch eine „Klimakonferenz der Tiere“ wollen die Organisatoren auf die große Gefährdung vieler Tiere durch die Klimaerwärmung und den Verlust ihres Lebensraums aufmerksam machen. „Außerdem sind Naturkatastrophen auch für viele nicht-menschliche Lebewesen tödlich. In Australien sind 500 Millionen Tiere von den Bränden bedroht! Das ist verheerend, für die einzelnen Tiere und das gesamte Ökosystem“, macht Elisabeth Austaller klar.

Achtsamer Umgang mit Leben

Neben den Auswirkungen, die das Aussterben von Arten für das Ökosystem und damit auch das Tier homo sapiens hat, wollen die Organisatoren auch auf die Verbundenheit von menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen hinweisen. „Wir müssen unser Verhältnis zu den tierischen Mitbewohnern auf unserem Planeten grundlegend überdenken. Jedes Tier besitzt auch seine persönliche Würde und wir sollten mit diesem Leben viel achtsamer umgehen“, bringt Georg Wagner auch eine Tierrechtsperspektive ein.

Klimakonferenz der Tiere

Bei der Klimakonferenz der Tiere werden verschiedene Tiere auftreten, die von ihrer aktuellen Lebenssituation berichten werden und über ihre durch die Klimakrise auftretenden Probleme. „Der Eisbär ist natürlich zum Symbol geworden, weil ihm sein Lebensraum regelrecht wegschmilzt. Aber auch die Bestände von einheimischen Tieren wie dem Feldhasen oder dem Fasan sind in den letzten 30 Jahren massiv eingebrochen. Die Zahl aller freilebenden Wirbeltiere hat sich  in Österreich seither um 70 Prozent verringert!“, so Jakob Kößl, Absolvent der Universität für Bodenkultur. Die Klimaprotestorganisatoren laden alle Teilnehmer ein, selbst als Tier verkleidet zu erscheinen oder eigene Spruchtafeln mitzunehmen.

Samstag, 11. Jänner 2020

Treffpunkt: 11.15 Uhr beim Viaduktparkplatz

Abmarsch: 11.30 Uhr


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