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J.O.B - Verein unterstützt Langzeitarbeitslose
WAIDHOFEN/YBBS. Schulungen, Weiterbildungen, die Möglichkeit neben einer Beschäftigung genug Zeit zu haben sich geeignete Arbeitsplätze anzuschauen oder ärztliche Atteste einzuholen: das alles und mehr ist J.O.B. Der Verein zur Förderung der Beschäftigung und Ausbildung im oberen Ybbstal unterstützt seit 1997 Langzeitarbeitslose um den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben zu schaffen.

Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka (ÖVP) gründete die Institution. Während der Verein mit Fokus auf die Jugendarbeitslosigkeit gestartet hat, liegt der Schwerpunkt nun bei der Generation 50plus. Das Ziel der Mitarbeiter von J.O.B ist immer eine nachhaltige Arbeitsmöglichkeit für ihre Klienten zu finden. Maximal beschäftigt und nach Kollektivvertrag entlohnt sind die Teilnehmer ein halbes Jahr über den Verein J.O.B. Das AMS Waidhofen entscheidet über die Aufnahme in das Programm. Wichtig ist die Transparenz und die Offenheit. „Vom ersten Tag an wird alles angesprochen. Jeder Teilnehmer ist selbst Experte für sein Leben und weiß was gut für ihn ist, wir unterstützen dabei es herauszufinden“, sagt Geschäftsführer Thomas Fleischanderl. Nach einem Probemonat werden die sogenannten Job-Ready-Kriterien gecheckt, wo sind die Teilnehmer gut, wo weniger gut, was sind berufliche und soziale Kompetenzen, aber auch psychische und physische Kriterien werden geprüft. Bei Bedarf wird auch bei der Suche nach helfenden Experten unterstützt. Es kann aber auch sein, dass etwa auffällt, eine bestimmte Prüfung fehlt noch, ein Führerschein wäre hilfreich, hier wird beraten, unterstützt und oft auch ein Teil der Kosten übernommen. Mitte März wurde der Vorstand neu gewählt. Altbürgermeister Wolfgang Mair wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Neuer Obmann ist nun Bürgermeister Werner Krammer. „Der Wettbewerb in der Arbeitswelt wird immer härter. Aber für viele ist Arbeit auch mehr als nur Geld zu verdienen. In der Gruppe der über 50-Jährigen leistet der Verein J.O.B einen leider sehr notwendigen Beitrag für Menschen, damit sie wieder Fuß fassen können in der Arbeitswelt“, ist er überzeugt. Grundsätzlich gibt es im Verein zwei Säulen, die eine ist die Beschäftigung an sich, die im öffentlichen Bereich in Waidhofen geschieht, sei es Arbeiten beim ASZ, Mäharbeiten, Jät- oder Streicharbeiten oder auch im vereinseigenen Gemüsegarten. „Es ist genug zu tun. Wir haben auch schon gemeinsam mit dem Verschönerungsverein Wanderwege und Rastplätze geschaffen“, berichtet Geschäftsführer Thomas Fleischanderl. Die zweite Säule umfasst die Weiterbildung, interne Schulungen, Praktika in Betrieben oder auch Bewerbungstraining und Zeit sich umzuschauen. Neben dem Programm mit zehn Vollzeitplätzen, gibt es auch noch die „Perspektive Job“, das sind vier Trainingsplätze zur Arbeitserprobung, die maximal acht Wochen besucht werden können. J.O.B bekam übrigens das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung. Seit 2009 werden zusätzliche Workshops zum Thema Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit angeboten. Einmal in der Woche gehen die Mitarbeiter während der Arbeitszeit gemeinsam walken. Neben fünf Schlüsselarbeitskräften im Team bei J.O.B arbeitet derzeit auch ein Zivildiener dort. „Es ist die große Herausforderung alle Wünsche und Befindlichkeiten der verschiedenen Organisationen mit denen der Mitarbeiter, Teilnehmer und Partner unter einen Hut zu bringen“, sagt Geschäftsführer Fleischanderl. „Mit dem Ziel, unsere Teilnehmer wieder am Arbeitsmarkt unterzubringen.“ Diese Ziele werden auch kontrolliert. In der Hälfte der Fälle kommt es zum Vermittlungserfolg. Fleischanderl ist überzeugt: „Oft ist es schon gut, wenn einige Dinge abgehakt werden konnten, das ist schon ein Erfolg für den Menschen, und um das geht es uns in erster Linie, nicht um Zahlen.“


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