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Leserartikel Silke Michels, 11.11.2016 11:35

WAIDHOFEN/YBBS. Unter dem Titel „Salon Zukunft Wohnen – Wie und wo wohnen wir morgen?“ fand ein Symposium des Landes Niederösterreich in Kooperation mit der NÖ Regional GmbH und der Stadt Waidhofen im Rothschildschloss statt.

V. l.: Nationalratsabgeordneter Georg Strasser (ÖVP), Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer (ÖVP), Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Bürgermeister Werner Krammer (WVP) und NÖRegionalGmbH Geschäftsführer Walter Kirchler

Diese gemeinschaftlich von Land Niederösterreich - Bauen+Wohnen, NÖ.Regional.GmbH und der Statutarstadt Waidhofen/Y. ins Leben gerufene Veranstaltung beschäftigte sich mit den Wohnformen der Zukunft und widmete sich der Frage, WIE und WO morgen gewohnt werden wird. Eingeladen waren Architekten, Bauträger und Kommunalpolitiker und interessierte Bürger.

Moderatorin Alice Herzog von Radio NÖ konnte 120 Teilnehmer aus ganz Niederösterreich, sowie zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, den Hausherren Bürgermeister Werner Krammer und den Geschäftsführer der NÖ.Regional.GmbH Walter Kirchler, begrüßen.

„Jeder von uns ist schon einmal vor der Frage gestanden, wo und wie möchte ich leben. Und genau dieser zentralen Fragen müssen wir uns auch in der Politik immer wieder stellen. In Niederösterreich haben wir bereits zahlreiche Wohn- und auch Fördermöglichkeiten für verschiedenste Lebenslagen. Aber hier geht es um morgen. Und da sind wir alle gefragt, denn mein Ziel ist es gemeinsam mit unseren Gemeinden und gemeinnützigen Bauträgern leistbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum mit bestmöglicher Lebensqualität in Niederösterreich zu schaffen“, so LH-Stellvertreterin Mikl-Leitner.

Hochkarätige Fachexperten referierten zu unterschiedlichen Themenkomplexen und sorgten für ein stimmiges, rundes Programm.

Den Anfang der Vortragsreihe machte Josef Wallenberger, Geschäftsführer der Wallenberger & Linhard Regionalberatung, der die Auswirkungen des demographischen Strukturwandels aufzeigte und die Auswirkungen auf den Wohnraum und die Wohnformen der Zukunft darlegte.

Ihm folgte Architektin Caren Ohrhallinger von nonconform ZT GmbH. Ihr Beitrag zum Thema „Die Rolle des ländlichen Raums im Zeitalter der Urbanisierung!“ zielt vor allem auf die Tatsache ab, dass nur im Gemeinsamen Tun und Handeln aller Bürger ein Dorf zukunftssicher gemacht werden kann. Sie unterstreicht die Wichtigkeit der Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Beteiligungsprozesse, die im Heute die Weichen für ein bedarfsgerechtes Morgen stellen.

Über „Zukunftsweisende und kreative Wohnkonzepte“ referierte im Anschluss Frau Tanja Berger, Fachbereichsleiterin Sozialraum und Migration der Donau-Universität Krems. Ihr knappes Fazit: Wir werden weniger, älter, bunter, daher muss (Zusammen-)Wohnen aktiv begleitet und gestaltet werden, den unterschiedlichen Wohnkonzepten muss der Raum zur Entfaltung gegeben werden.

Nach einer intensiven, gewinnbringenden Fragerunde und von der Mittagspause gestärkt, wartete der Nachmittag mit praxisnahen Projektbeispielen auf. Denn Beginn machte Architekt Helmut Deubner, Atelier für naturnahes Bauen – Deubner mit dem Beitrag „Wohnen und Leben: Generationsübergreifende Wohnformen zum Wohlfühlen. Projekte aus Niederösterreich und internationale Beispiele.“

Karin Standler vom Technischen Büro für Landschaftsplanung und–architektur referierte zum Thema Wohnen und Freiraum und wie man mit wenig Geld viel Mehrwert für die Bewohner durch sinnvolle Freiraumgestaltung schaffen kann.

Für den nötigen Blick über den Tellerrand sorgte Architekt Andreas Hofer, Archipel GmbH aus Zürich, welcher den genossenschaftlichen Ansatz neuer Wohnformen in der Schweiz vorstellte und sich den Fragestellungen widmete, ob und wie die Übertragbarkeit auf periphere Gebiete gegeben sein kann und welche Rolle dabei den Gemeinden bzw. Städten zukommen kann.

Den Besuchern des Symposiums „Salon Zukunft Wohnen“ wurde ein Überblick über die gegenwärtigen Herausforderungen, Trends und Perspektiven zu zukünftigen Wohnformen vermittelt, praxisnahe Beispiele machten die komplexe Thematik besser greifbar. Bedarfsgerechte Wohnformen – abgestimmt auf die vorherrschende Altersstruktur sind ein wichtiger Aspekt erfolgreicher Regionalentwicklung und somit - neben vielen anderen Punkten - unerlässlich, um als periphere Region nicht ins Hintertreffen zu gelangen. Die Veranstalter hoffen durch das Symposium einen Stein ins Rollen gebracht zu haben und weitere schwerpunktbezogene Vorträge werden angedacht.


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