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WAIDHOFEN/YBBS. 2010 veranstalteten die damals noch in die Schule gehende Gruppe jun-ger Männer rund um Obmann Raphael Kößl im Rahmen eines Maturaprojekts erstmals die Vortragsreihe Wirtschaft 2050.

Ökonom Karl Aiginger eröffnet die Vortragsreihe.
Ökonom Karl Aiginger eröffnet die Vortragsreihe.

Nach einigen Jahren Pause nahm das Projekt 2014 wieder an Fahrt auf und ist seither ein Fixpunkt im Waidhofner Veranstaltungsherbst. 2017 findet die Vortragsreihe zum fünften Mal statt, heuer erstmals im Plenkersaal. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Karl Aiginger von der „Querdenkerplattform: Wien – Europa“ wird am Don-nerstag, 21. September, die diesjährige Wirtschaft 2050 eröffnen. Der Ökonom war bis 2016 elf Jahre Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und somit zentrale Figur in vielen wirtschaftspolitischen Debatten. In Waidhofen wird er zum Titel „Neue Ziele für Europa oder Zerfall“ referieren. Aiginger gilt als jemand, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt und sich immer wieder, auch mit unkonventionellen Ideen, zu gesellschaftsrelevanten Themen äußert.

Karl Aiginger eröffnet Vortragsreihe

Schon am Mittwoch, 27. September, wird die Vortragsreihe fortgesetzt. Zu Gast ist der für seine Vorschläge zur Postwachstumsökonomie im gesamten deutschsprachigen Raum bekannte Universitätsprofessor Niko Paech. Unter dem Motto „Befreiung vom Überfluss“ wird Paech das von ihm mitentwickelte Wirtschaftssystem vorstellen. Es kennzeichnet sich durch ein Ende des Wirtschaftswachstums, das zur Überschreitung der ökologischen Grenzen des Planeten geführt hat und stützt sich auch auf die Glücksforschung, die besseres individuelles Wohlbefinden bei weniger Ressourcenverbrauch verspricht.

Novum zum Abschluss

Zum Abschluss am Montag, 9. Oktober, fährt Wirtschaft 2050 heuer mit einem Novum auf. Gleich zwei hochrangige österreichische Politiker werden am selben Abend auf der Bühne im Plenkersaal zu Gast sein. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Ulrike Lunacek von der Europä-ischen Fraktion der Grünen und der ehemalige Vizepräsident und ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament Othmar Karas werden ein jeweils halbstündiges Referat halten. Die beiden überzeugten Europäer werden dabei darlegen, wohin sich die EU – insbesondere auch in ihrer wirtschaftspolitischen Ausrichtung – entwickeln muss, um Wohlstand und Frieden auf dem Kontinent für alle Bevölkerungsschichten sicherzustellen. Auch die ökologische Frage wird dabei eine Rolle spielen.

Höhere Sitzplatzkapazität

Erstmals werden heuer die Vortragsabende vom Kristallsaal aufgrund höherer Sitzplatzkapazitäten in den Plenkersaal verlagert. „Der Plenkersaal erinnert durch seine ansteigenden Sitzreihen und das angedeutete Rund an ein antikes Forum und eignet sich dadurch hervorragend für intensive Zukunftsdiskussionen“, führt Obmann Kößl aus. Wie jedes Jahr werden die Vorträge wieder mit einem biofairen Buffet abgerundet, bei dem anschließend noch ausgiebig diskutiert werden kann. Anmeldungen sind erwünscht unter www.wirtschaft2050.at. Der Eintritt ist frei.

Plenkersaal, jeweils 19 Uhr, Eintritt: frei

Do, 21. September: Karl Aiginger „Neue Ziele für Europa oder Zerfall“

Mi, 27. September: Niko Paech „Befreiung vom Überfluss“

Mo, 9. Oktober: Ulrike Lunacek und Othmar Karas „Die Weiterentwicklung unserer Wirtschafts- und Währungsunion“


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