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Charity-Aktion: Reinhold Strasser will zwölf Stunden am laufenden Band helfen

Sabrina Lang, 29.11.2018 14:41

WAIZENKIRCHEN. Zwölf Stunden laufen und sich dennoch nicht von der Stelle bewegen. Reinhold Strasser hat Besonderes vor: Einen halben Tag will der Waizenkirchner das Laufband im Fitnessstudio Waizenkirchen in Beschlag nehmen und mindestens 100 Kilometer schaffen – für den guten Zweck. Und das Beste: Jeder kann mitmachen. Auch Tips ist als Kooperationspartner „laufend“ dabei.

Reinhold Strasser will zwölf Stunden am Laufband für den guten Zweck laufen.Foto: LangS
Reinhold Strasser will zwölf Stunden am Laufband für den guten Zweck laufen.Foto: LangS

Am laufenden Band helfen will der Waizenkirchner Ultraläufer Reinhold Strasser. Um Spenden für Menschen, die an der Krankheit MukoPolySaccharidose (MPS) leiden, zu sammeln, startet er den Versuch, zwölf Stunden durchgehend am Laufband zu laufen. Für jeden Kilometer will er Spenden sammeln, um MPS-Kinder und ihre Familien zu unterstützen. MPS ist eine seltene, fortschreitende, vererbbare und tödliche Krankheit. Diese heimtückische Stoffwechselerkrankung ist so selten, dass selbst Mediziner, die MPS überhaupt erkennen und diagnostizieren können, rar sind. Für Strasser, der am 15. Dezember auch Geburtstag hat, war klar, dass es keine klassische Geburtstagsfeier werden soll. „Ich wollte etwas Sinnvolles machen“, meint er.

Ziel: 100 Kilometer

Das Ziel für Strasser ist es, 100 Kilometer zu schaffen. Von sechs Uhr morgens bis 18 Uhr abends wird sich Strasser das Laufband als Wohnzimmer einrichten und es nur für den Gang zur Toilette verlassen. „Ich werde mich am Laufband umziehen, trinken und essen“, meint der Läufer. In diesen zwölf Stunden wird er zehn Liter trinken, pro Stunde 700 Kalorien und insgesamt 8.500 Kalorien verbrennen. Wie er sich motiviert, sich zwölf Stunden im Grunde nicht vom Fleck zu bewegen? „Meine größte Motivation ist, dass jeder Kilometer Spendengelder bringt. Aber ich weiß auch jetzt schon: Am nächsten Tag werde ich die Stufen wieder rückwärts gehen“, sagt Strasser schmunzelnd.

Jeder kann mitmachen

Wichtig ist Strasser, dass er nicht alleine beim Spendensammeln dabei ist. Jeder könne mitmachen, egal ob man ebenfalls auf einem der Laufbänder, auf dem Ergometer, Stepper oder Rudergerät mitmachen will. Egal ob Hobbyläufer oder schon etwas erfahrener. Für jeden Kilometer, den die Mitmachenden schaffen, kann gespendet werden. Gesucht werden auch Firmen, die pro Kilometer von Strasser einen Betrag spenden wollen. Sponsoren, die seine Laufleistung entsprechend honorieren, unterstützen ihn bei der Sammlung einer möglichst hohen Spendensumme für MPS. Natürlich sind auch Zuseher herzlich willkomen.

32 Marathon-Teilnahmen

Seit 1995 hat der Waizenkirchner an über 270 Wettkämpfen teilgenommen. Davon waren 32 Marathons und 43 Ultramarathons (länger als Marathon). In den letzten beiden Jahren nahm der 51-Jährige wegen einem komplizierten Knöchelbruch und Krankheit nur an wenigen Wettkämpfen teil. „Das Laufen ist aber wieder und immer noch ein wichtiger Teil meines Lebens und das soll noch sehr lange so bleiben.“

Ultraläufer zu Besuch

Zum „Spendenmarathon“ werden auch befreundete Ultraläufer im Fitnessstudio vorbeischauen, die am Vormittag für die Besucher gerne für Autogramme und Gespräche zur Verfügung stehen.

Die Krankheit

MukoPolySaccharidosen (MPS) sind angeborene und unbehandelt tödlich verlaufende Stoffwechselkrankheiten. Sie werden durch einen genetischen Defekt ausgelöst, der zu Störungen der Funktion von Enzymen führt. Aufgrund dieses Defekts werden bestimmte Stoffwechselprodukte nicht abgebaut, sondern in Zellen gespeichert. Der „Stoffwechselmüll“ sammelt sich an und zerstört diese Zellen, was zu schweren körperlichen und/oder geistigen Behinderungen führt. Weil elf verschiedene Enzyme betroffen sind, umfasst der Begriff MPS unterschiedliche Krankheitsbilder. Die Symptome reichen von Knochenveränderungen über Funktionseinschränkung von Herz, Leber und Milz bis hin zu schweren Störungen der Gehirnfunktion. Manche Kinder werden blind, die meisten schwerhörig. Fast alle sind kleinwüchsig. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines unbehandelten MPS-Kindes beträgt 15 Jahre.

Samstag, 15. Dezember, 6 bis 18 Uhr

Fitnessstudio Waizenkirchen

Weitere Informationen und Anmeldung zum Mitmachen unter run4mps.jimdosite.com sowie r.r.strasser@aon.at


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