Hochwasserschutz: es wird weiter diskutiert
WAIZENKIRCHEN. Eine weitere Szene im Waizenkirchener „Hochwasserschutz-Spielfilm“ wurde gedreht. Damm oder Nicht-Damm ist dabei die Frage. Darüber wurde in der Gemeinde erneut im Rahmen einer Infoveranstaltung diskutiert.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen fand in Waizenkirchen ein Informationsabend zum Thema Hochwasserschutz statt. Erneut war es das Ziel offene Fragen zu beantworten, um Klarheit und Sachlichkeit in dieses komplexe Thema zu bringen. Als Referenten präsentierten Josef Mader vom Gewässerbezirk und Günther Humer vom Planungsbüro die untersuchten Varianten.
Transparenz und Offenheit
„Es ist mir ein Anliegen, dieses Thema mit voller Transparenz und Offenheit zu behandeln. Darum werden wir heute diskutieren, bis jede Frage beantwortet ist“, kündigte Bürgermeister Fabian Grüneis an. Um 1.30 Uhr wurde die letzte Frage beantwortet und die Veranstaltung beendet. Im Laufe des Abends wurden unter anderem Themen wie Sicherheit, Kosten, Alternativen behandelt. Hochwasserbetroffene sowie Kritiker meldeten sich zu Wort. Zur besseren Darstellung wurden im Vortrag von Günther Humer 3D-Visualisierungen der möglichen technischen Varianten dargestellt.
Linearmaßnahmen oder Rückhaltebecken
Eine Variante wären Linearmaßnahmen, also Dämme und Mauern entlang der Aschach (Kostenpunkt 30 Millionen Euro), oder ein Rückhaltebecken mit Begleitmaßnahmen (42 Millionen Euro). Welche Variante weiterverfolgt werden soll, wird nun im Gemeinderat behandelt.
Dammfrei: „enttäuscht“
Josef Mair von der Initiative Dammfrei, die sich für Alternativen statt für ein Großbecken einsetzt, zeigte sich nach der Informationsveranstaltung erneut enttäuscht. Auch dieses Mal seien faire Gespräche nicht möglich gewesen. Eine Diskussion sei konsequent verhindert worden. Dennoch meint Mair: „Zuversichtlich stimmt uns, dass es nun nach so vielen Jahren entgegen der Bestrebungen der Veranstalter, endlich doch zu einer gewissen Handreichung zwischen Hochwasserbetroffenen und uns gekommen ist. Gegenseitige Einladungen zum Austausch wurden ausgesprochen und wir sind zuversichtlich, dass diese mehr Erfolg haben werden, als inszenierte Konfrontationen, wie an diesem Abend.“


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