Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NIEDERNONDORF. Riesenfreude in Niedernondorf: die Pfarre gewann den niederösterreichischen Umweltpreis der Katholischen Aktion (KA) und des Landes Niederösterreich. Dies lag nicht zuletzt an ihrer großartigen Einbeziehung der Jugend und Kinder in den Naturschutz, so die Begründung. Bei einem Festakt im Niederösterreichischen Landhaus wurden die Auszeichnungen von Bischof Klaus Küng, VP-Umweltlandesrat Stephan Pernkopf sowie Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion, übergeben, die Preise waren mit je 800 Euro dotiert. Diözesanweit wurden noch zwei weitere Pfarren ausgezeichnet.

Niedernondorfs Pfarrer Tomasz Tomski und weitere Vertreter der Pfarre nahmen von Bischof Klaus Küng, Umweltlandesrat Stephan Pernkopf und Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion, die begehrte Auszeichnung entgegegen. Foto: Wolfgang Zarl

Die Freude in der Pfarre Niedernondorf ist groß, der Preis berechtigt. Denn auch dieses Jahr hat die Pfarre Niedernondorf bei ihren Aktivitäten die Schöpfung Gottes im Blick gehalten, dies zeigte sich ganz besonders bei der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in den Jahresablauf: Am Palmsonntag bauten die Jungscharkinder Kressesamen an, die sie zu Hause gepflegt, gegossen und beobachtet haben. Sie ernten die Früchte der naturbelassenen Obstbäume und Sträucher des Pfarrgartens. Daraus entsteht dann köstlicher Apfelsaft, Zwetschkenmarmelade oder Holundersaft. Die Jungscharkinder haben auf den heimischen Wiesen Kräuter und Blumen gesammelt, die von den Jugendlichen später zu Kräutertee, Kräutersalz und Ringelblumensalbe verarbeitet wurden. Zur Vorbereitung auf das Erntedankfest gestalteten sie eine Jungscharstunde zum Thema Schöpfung.

„Grüne“ Pfarrfeste

Nach dem Gottesdienst gab es ein biofaires Frühstück. Sowohl bei den Palatschinken, als auch bei den Feuerflecken werden eigene Hof- und Feldprodukte verwendet (Eier, Milch, Kartoffeln,…), Kaffee und Zucker sind Fairtrade-Produkte und die Äpfel vom Pfarrgarten Niedernondorf wurden zu Bio-Apfelsaft verarbeitet.

LED-Technologie in der Kirche

Bei den derzeitigen Renovierungsarbeiten der Pfarrkirche wird möglichst sorgsam mit den vorhandenen Materialien umgegangen. Die Malerarbeiten werden in alter überlieferter Kalktechnik durchgeführt. Aber es wird auch sinnvolle, neue Techniken eingebracht. So wird die gesamte Beleuchtung der Kirche innen sowie außen auf moderne LED-Technologie umgestellt. Die Summe all dieser Maßnahmen und Aktivitäten war ausschlaggebend für den Erhalt des diözesanen Umweltpreises.

Auf dem Weg zur „grünen Kirche“

Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten, erklärte, die Einführung des Umweltpreises vor einigen Jahren sei auch das Startsignal für etliche weitere kirchliche Initiativen im Umweltschutz gewesen. Man sei auf dem Weg zu einer „grünen Kirche“. Er erinnert an Aktionen wie „Wir radeln in die Kirche“, die ökofaire Klostergasse, in der diözesane Mitarbeiter zum Umweltschutz angehalten werden, oder an die Theologischen Umweltgespräche. Aufgrund der Zahl der Bewerbungen für den Preis sei die Auswahl nicht leicht gewesen. Wichtig sei etwa, wenn die Pfarren der Jugend einen wertschätzenden Umgang mit der Umwelt beibringen.

Diözesanbischof Klaus Küng verwies auf die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Diese sei im Wesentlichen der Versuch, eine ganzheitliche Ökologie zu entwickeln.

Umweltlandesrat Stephan Pernkopf kündigte an, dass das erfolgreiche Programm der Energiesparpfarren fortgesetzt wird. Darauf habe sich das Land Niederösterreich jetzt mit den Diözesen St. Pölten und Wien sowie der evangelischen Diözese Niederösterreichs geeinigt. Er berichtete, dass die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus ein wichtiger, beeindruckender und gut geschriebener Impuls für viele Umweltminister gewesen sei. Viel sei erreicht worden, weil der Papst im Vorfeld des Umweltklimagipfels in Paris im Vorjahr mit Politikern gesprochen habe. Man solle freilich nicht auf Gipfelergebnisse warten, sondern es sei auch hilfreich, wenn der Umweltschutz auf die Ebene der Pfarren heruntergebrochen werde.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden